Immobilien gelten gemeinhin als rentierliche und wertbeständige Anlage – gerade in Zeiten, in denen die Zinsen historisch niedrig sind. Das klassische Sparbuch auf der Bank bringt kaum noch Erträge und beiCrowdinvestment Aktien scheuen viele Anleger das Risiko, zumal die Kurse schon recht hoch sind. Das Immobilien-Investment ist demgegenüber vergleichsweise gut kalkulierbar. Doch längst nicht jeder Sparer verfügt über die finanziellen Möglichkeiten, um sich ein Objekt leisten zu können.

Hier bietet Crowdinvestment einen innovativen Ansatz, um sich auch mit kleineren Summen bei Immobilien zu engagieren. Was bedeutet Crowdinvestment? Im Prinzip handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Idee der „Schwarmfinanzierung“ über das Internet. Durch überschaubare finanzielle Beiträge vieler User werden Beträge eingesammelt, um auch größere Projekte finanzieren zu können. Das geschieht über entsprechende Plattformen, die quasi als virtuelle Marktplätze und Abwickler fungieren.

Vom Crowdfunding zum Crowdinvestment

Zunächst wurde die Schwarmfinanzierung vor allem für künstlerische Vorhaben im Bereich von Film und Musik genutzt, es ging dabei weniger um Rendite als darum, die Umsetzung von Ideen zu ermöglichen. In diesem Kontext wurde auch von Crowdfunding gesprochen. Schon bald fand eine Kommerzialisierung des Finanzierungskonzepts statt. Damit war das Crowdlending geboren, die Kreditvergabe von Privat an Privat, inzwischen auch von Privat an Unternehmen. Das Crowdinvestiting bedeutet den logischen nächsten Schritt: die Finanzierung über die Crowd mittels echter unternehmerischer Beteiligungen.

Am Beginn ging es beim Crowdinvesting vor allem um Geld für Start-ups und mittelständische Unternehmen. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt hin zur Finanzierung von Immobilienprojekten verlagert. Die Plattform exporo.de hat sich von Anfang an auf Immobilien konzentriert, andere sind inzwischen „umgeschwenkt“. Viele Projektentwickler haben das Crowdinvesting als Finanzierungsalternative zur traditionellen Bankfinanzierung für sich entdeckt. Durch den Wegfall der Bank lassen sich Kosten sparen. Vor allem bietet das Crowdinvesting aber die Möglichkeit, das unternehmerische Risiko auf mehr Schultern zu verteilen und damit gleichzeitig in Grenzen zu halten. Kreditinstitute zeigen sich dagegen sehr reserviert, wenn es darum geht, Risiko zu übernehmen.

Warum Immobilien als Investment-Gegenstand?

Die stattgefundene Fokussierung auf Immobilien lässt sich ebenfalls mit dem Risiko erklären. Start-up-Finanzierungen sind extrem riskant und die Ausfallraten entsprechend hoch. Immobilien-Investments sind im Vergleich dazu wesentlich sicherer. Hier kann zwar auch mal eine Kalkulation nicht aufgehen, das Objekt bietet aber in der Regel immer noch einen Wert an sich. Die Gefahr des „Totalausfalls“ ist entsprechend gering.

Für Anleger bietet das Crowdinvestment in Immobilien die Chance für eine rentierliche Geldanlage mit überschaubarem Risiko. Es gibt unterschiedliche Formen der Beteiligung. Üblich sind stille Beteiligungen, Genussrechte oder nachrangige Darlehen. Letztere bieten meist eine feste Verzinsung wie eine normale Kapitalanlage und einen Rückzahlungsanspruch, das Risiko besteht hier darin, dass im Insolvenzfall das Kapital erst nach der Befriedigung der übrigen Gläubiger bedient wird. Für dieses Risiko erhält der Crowdinvestor einen „Zuschlag“ in Form einer höheren als der marktüblichen Verzinsung. Durch die Verteilung der Anlagesumme auf mehrere Immobilien-Projekte kann der Anleger dabei selbst Risikostreuung betreiben.

Eine Win-Win-Situation

Crowdinvestment in Immobilien ist eine innovative Form der Geldanlage. Sie kann für Investoren wie Kapitalsuchende eine Win-Win-Situation bedeuten. Das Nachsehen haben die Banken. Die Potentiale sind sicher noch nicht ausgeschöpft.

Marco Mahling
Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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