Vornahme teurer Behandlungen

Eine Zahnzusatzversicherung kann sich in vielen Fällen und vor allem bei teuren Behandlungen bezahlt machen. Quelle: puhhha – 545702287 / Shutterstock.com

Kostenfalle Zahnbehandlung: Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Von älteren Menschen wird er gefürchtet, aber auch junge Menschen sucht er mitunter heim: Die Rede ist von dem oftmals kostspieligen Zahnersatz, der ohne das Vorhandensein einer separaten Zahnzusatzversicherung große finanzielle Probleme verursachen kann. Sehr teuer sind vor allem Zahnimplantate, die mit bis zu 3000 Euro zu Buche schlagen können, doch bei regelmäßiger Vorsorge erfährt man immerhin hier Unterstützung von der Krankenkasse.

Krankenkassen erstatten nur maximal 65 Prozent der Normalkosten

Schnell ist es passiert und man benötigt Zahnersatz. Egal ob es sich dabei um den Lauf der Zeit oder beispielsweise einen Unfall beim Sport handelt: Die Kosten sind hoch:

  • Metallische Vollkrone ca. 280 Euro
  • Vollkeramik schlägt schon mit bis zu 1000 Euro zu Buche
  • Eine Brücke ist mit 700 Euro ebenfalls nicht günstig

Die Spitze des Eisberges markieren Zahnimplantate, welche zwischen 2000 und 3000 Euro kosten. Muss ein Zahnersatz gemacht werden, kommt die Krankenkasse für 50 Prozent der Kosten auf. Ist das Bonusheft vollständig geführt, sind es 65 Prozent. Man sieht also: Zahnzusatzversicherungen können sich ganz schnell rentieren. Das gleiche Prinzip wie für den Zahnzusatz bieten im Übrigen auch alle anderen Arten von Krankenzusatzversicherungen. Vergleichsportale wie krankenzusatzversicherung.de, haben sich darauf spezialisiert, verschiedene Krankenzusatzversicherungen zu vergleichen.

Günstige Zahnzusatzversicherungen decken nicht alle Anwendungen ab

Erstattung der Kosten

Wer bei dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nur auf die Kosten schaut, könnte am Ende auf eben jenen sitzen bleiben. Quelle: Studio Romantic – 539034556 / Shutterstock.com

Rächen kann sich in diesem Zusammenhang, bei Zahnzusatzversicherungen lediglich auf den Preis zu schauen und beim günstigsten Angebot zuzuschlagen. Wissen muss man, dass sich derartige Versicherungen nämlich in der Höhe der prozentualen Erstattung unterscheiden. Günstige Tarife sind dabei schon für fünf bis 25 Euro pro Monat zu haben. Die Nachteile bestehen jedoch darin, dass die Kosten hier meist nur für folgenden Zahnersatz übernommen werden:

  • Kronen
  • Brücken
  • Implantate

Schon hochwertiger und wesentlich umfangreicher in Sachen Kostenabdeckung sind dagegen die sogenannten Komforttarife. Hier profitieren Versicherungsnehmer beispielsweise von der Übernahme der Kosten für Zahnfleisch- und Parodontosebehandlungen. Auch interessant für Personen im jüngeren Alter ist dabei die Übernahme der Kosten für die professionelle Zahnreinigung, wofür allerdings nur manche Policen aufkommen.

Bei sogenannten Altfällen greift der Versicherungsschutz nicht ein

Unliebsame Überraschungen in Sachen Zahnzusatzversicherung kann es geben, wenn man versucht, Altfälle geltend zu machen. So muss man bei Abschluss einer Zahnpolice berücksichtigen, dass es eine gewisse Wartezeit bis zur Kostenübernahme gibt. Die erste Leistungserstattung kann deshalb vielfach nicht vor Ablauf von sechs bis acht Monaten nach einem erfolgten Vertragsabschluss erfolgen. Damit soll verhindert werden, dass Menschen, die bereits entsprechende Probleme haben, noch eben eine Versicherung abschließen und dann direkt die Kosten erstattet haben möchten. Hinzu kommt neben der erwähnten Wartezeit   aber auch noch eine Höchsterstattungsgrenze wie bei huk.de. In den ersten fünf bis sechs Jahren gilt diese, doch wer im ersten Jahr keine Leistung beansprucht, dem steht immerhin im zweiten Jahr die doppelte Summe zu:

  1. Versicherte sollten die Festsetzung eines Höchstbetrages umgehen
  2. Je mehr in den Anfangsjahren erstattet wird, desto teurer ist die Police

Bei Zahnzusatzversicherungen rentiert sich immer ein früher Abschluss

Die Zahnzusatzversicherung gehört, wie viele andere Policen auch, zu denjenigen, bei denen sich laut wiwo.de ein möglichst früher Abschluss rentiert. Es gibt zwei Faktoren, die für die Höhe der Prämie verantwortlich sind:

Faktor Auswirkung
AlterJe jünger, desto günstiger
ZahnzustandJe besser, desto günstiger

 

Da auch Versicherungen wirtschaftlich orientierte Unternehmen sind, liegt es auf der Hand, dass jemand, der jung ist und über ein überwiegend einwandfreies Gebiss verfügt, weniger Beiträge zahlen muss als jemand, der älter und stark vorbelastet ist. Zutage tritt dies, wenn man zum Beispiel einen 20-Jährigen mit einem 55-Jährigen im Tarif vergleicht:

  1. 20-Jähriger zahlt 5,40 Euro monatlich
  2. 55-Jähriger zahlt 24,77 Euro monatlich

Vor dem Abschluss sollten künftige Versicherungsnehmer außerdem immer darauf achten, wie genau der Zahnersatz vom Versicherer definiert wird.

Quellen:

puhhha – 545702287 / Shutterstock.com

Studio Romantic – 539034556 / Shutterstock.com

Marco Mahling
Über Marco Mahling
Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.
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