Warum ein Risiko-Fragebogen
für die Annahme in einer
BU eher hinderlich ist

Einführung und Überblick…

In diesem Text erfahren
Sie folgende Informationen:

  • Die Fallstricke von Fragebögen
  • Wie und Warum Fragebögen so aufgebaut sind
  • Fallen und Problematiken, die Sie vermeiden sollten

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Warum ein Risikovoranfrage-Fragebogen für die Annahme in einer Berufsunfähigkeitsversicherung eher hinderlich ist

Ich habe im Artikel über Möglichkeiten und Chancen bei der Zulassung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung erläutert, dass vollständige und korrekte Angaben für die Annahme förderlich sind. Unser Praxisalltag hat uns aber immer wieder gelehrt, dass viel nicht immer viel hilft. Oft gibt es ein ‚zu viel‘, denn jede nicht nötige Information kann dem Versicherer eine Angriffsfläche für Ablehnung, Krankheitsausschluss oder später die Verweigerung der Versicherungsleistung geben.

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Wie ein Fragebogen zur Risikovoranfrage aufgebaut ist

Die Risikoprüfung durch einen Sachbearbeiter bei der Versicherungsanstalt kann zeitaufwändig und damit teuer sein. Die Versicherer versuchen selbstverständlich, dies nach Kräften zu vermeiden. Ein Fragebogen der Versicherungsgesellschaft ist so aufgebaut, dass die Arbeit in die Hände des interessierten Noch-Nicht-Kunden gelegt wird.

Die Devise für die Versicherungsanstalten lautet: lieber einmal viel Arbeit in die Erstellung eines Risiko-Fragebogens stecken, und danach nur noch Kreuzchen auswerten müssen

Die Themen des Fragebogens

Es sind drei hauptsächliche Bereiche, welche durch die Versicherungen detailliert abgefragt werden:

  1. Vorerkrankungen
  2. Beruf
  3. Hobbys

Üblicherweise sind diese Bögen in viele, viele Einzelfragen unterteilt, die jeweils mit ‚ja‘ oder ‚nein‘ beantwortet werden müssen. Dahinter steckt ein psychologischer Trick, da eine Ja-Nein-Frage den Beantworter immer zu einer extremen Aussage zwingt. Ich erkläre Ihnen das anhand eines einfachen, erdachten Beispiels.

Der Fallstrick beim Fragebogen

Mit dem Fragebogen werden dem Kunden unangenehme Antworten aus dem Ärmel gezogen.

Lautet die Frage auf dem Fragebogen zum Beispiel:

„Hatten Sie in den letzten 12 Monaten starke Kopfschmerzen oder Migräne?“ –

dann müssen viele Menschen aus dem Raum Düsseldorf, Köln oder Mainz die Frage mit ‚Ja‘ beantworten, weil dies alljährlich nach den Karnevalsfeiern der Fall ist. Darin liegt eine große Gefahr, da ein womöglich schwerer Kopf nach einer ausgiebigen Feier per se kein berufsgefährdendes Krankheitsbild ist. Wird aber die Frage ohne weitere Erklärung positiv beantwortet, dann beginnt beim Prüfer schon die erste Alarmleuchte zu blinken. Dennoch kann der Kunde, wenn er das nicht näher erläutert, die Frage auch nicht einfach mit ‚nein‘ beantworten, da dies streng genommen nicht die korrekte Antwort ist. Wenn Sie in unserem vorab erwähnten Artikel den Absatz über Die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung gelesen haben, dann ist Ihnen durchaus bekannt, welche Folgen – im schlimmsten Fall – eine nicht korrekte Angabe im Fragebogen nach sich ziehen kann.

Warum der Bogen so aufgebaut ist

Für den Prüfer ist es nur ein kurzer Blick auf eine Seite des Fragebogens, um zu erkennen, ob dort ‚verdächtige‘ Ja-Kreuzchen auftauchen – dann kann er sich diesen Part genauer ansehen.

Für den Kunden bedeutet dies jedoch, viel Zeit in die korrekte Beantwortung der Fragen zu investieren. Fragebögen mit mehr als zwanzig Seiten sind keine Seltenheit. Für den Versicherer spielt dies keine Rolle, der bezahlt nicht die Zeit, die ein Kunde mit dem Ausfüllen von Seite um Seite einer Befragung verbringt.

Vor allem erleichtert es den Wunsch der Versicherer, sich aus allen Kunden sozusagen ‚die Rosinen herauszupicken‘, also diejenigen Antragsteller zu finden, die das geringste Risiko darstellen.

Der Bogen hilft, Risiken zu vermeiden

Dies als kurze Wiederholung: die Versicherungsanstalt kann, genau so wenig wie wir, in die Zukunft blicken. Bleibt ein Versicherungsnehmer gesund, hat er sein Leben lang Beiträge bezahlt, ohne einen Cent aus dem Topf zu nehmen. Wird er schwer krank oder verletzt sich beim Sport oder bei einem Unfall so schwer, dass er seiner Arbeit nicht mehr nachkommen kann, dann ist der Versicherer in der Leistungspflicht. Um diesen zweiten Fall möglichst auszuschließen, möchte er möglichst viel über das Leben des Antragstellers erfahren, um sich möglichst effektiv die Gefahrenfälle vom Hals zu schaffen.

Durch die ausgedehnten Fragen wird versucht, dies zu erreichen. Dabei fallen oftmals Antragsteller durch, die später niemals eine Leistung aus der Versicherung beziehen würden, weil sie eigentlich sehr gesund leben. Es ist jedoch für die Gesamtrechnung schlicht günstiger, wenn ein ‚guter‘ Versicherungsnehmer trotz allem kein Kunde wird, als wenn ein ‚schlechter‘ zum Leistungsfall wird, der hätte vermieden werden können.

Unsere Vorgehensweise, die den Fragebogen ersetzen kann

Glücklicherweise sind die Versicherer nicht so streng, dass sie auf ihre eigenen Fragebögen bestehen. Insbesondere bei der Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklern lassen sie sich regelmäßig auf andere Formen der Information ein. Hier nutzen wir unseren guten Ruf bei den Versicherungsgesellschaften, um mit unseren eigenen Methoden die Kunden bei der passenden Versicherung unterzubringen.

Schon dies allen genügt als Grund, warum Sie sich mit uns zusammensetzen und unterhalten sollten.

Unsere eigenen Fragebögen

Das wesentliche Ziel unserer Fragebögen ist es, den möglichst genauen Risikofaktor der Befragten zu erkunden. Fragen, die dafür nicht dienlich sind, führen wir gar nicht erst auf. Wir haben zudem viel Freiraum für die freie Beantwortung von Fragen, und eigene Erklärungen gelassen.

Ein typisches, aber schlechtes Beispiel

Anhand eines echten Beispiels möchte ich Ihnen dies illustrieren. Die Fragen stammen aus dem real existierenden Fragebogen eines Versicherers. Es wird hierbei nach Hobbys gefragt.

  • Bergwandern – ja / nein
  • Bergwandern mit Klettersteig – ja / nein
  • Trekking ohne Bergsteigen – ja / nein
  • Bergsteigen ohne Gletscher – ja / nein
  • Hochtouren (mit Gletscher) über 3000m – ja / nein
  • Hochtouren über 5000m – ja / nein
  • Expeditionen – ja / nein
  • Klettern – ja / nein
  • Klettern im Klettergarten – ja / nein
  • Klettern Alpin – ja / nein
  • Wettkampfklettern im Klettergarten – ja / nein
  • Wettkampfklettern Alpin – ja / nein
  • Speedklettern im Klettergarten – ja / nein
  • Speedklettern Alpin – ja / nein
  • Eisklettern – ja / nein
  • Gebäudeklettern – ja / nein
  • Free Climbing – ja / nein
  • Hallenklettern – ja / nein
  • Hallenwettkampfklettern – ja / nein
  • Hallenspeedklettern – ja / nein
  • Bouldering – ja / nein

Fazit: wir können Ihnen immer helfen

Die Gesundheitsprüfung und Risikoabschätzung ist ein Minenfeld. Lassen Sie sich deshalb von einem guten und unabhängigen Makler beraten. Damit verbessern Sie auf jeden Fall Ihre Position.

Ob fernmündlich oder im persönlichen Gespräch – füllen Sie einfach das Kontaktformular aus, und alles weitere klären wir dann miteinander.

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