BU Aktion vom Volkswohl Bund mit vereinfachten Gesundheitsfragen

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Der Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. (www.volkswohl-bund.de) bietet Neu- und Bestandskunden wie bereits in den Jahren 2013/2014 und 2016/2017 die Möglichkeit ab dem 01.10.2018 eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) zu beantragen, bei welcher die Gesundheitsfragen stark gekürzt wurden. Die Beantragung der Berufsunfähigkeitsversicherung kann somit als Sonderaktion mit vereinfachter Gesundheitsprüfung ab sofort bis zum Jahresende 2018 erfolgen bzw. bis zum 10.04.2019, da die BU Aktion verlängert wurde. Diese Aktion ermöglicht die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 750 Euro monatlich bei vereinfachter Fragestellung, welche zudem um eine zusätzliche Pflegerente erweitert werden kann.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zweifelsohne zu den wichtigsten und von Verbraucherschützern häufig empfohlenen Versicherungen, da eine finanzielle Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit erheblich über den Lebensstandard der betroffenen Personen entscheiden kann. Aufgrund der Vielzahl an Versicherungsgesellschaften und Möglichkeiten kann sich jedoch die Suche nach der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung meist als gar nicht so leicht erweisen. Oftmals erfordert es eine mühevolle Aufbereitung und Dokumentation des allgemeinen Gesundheitszustandes, eventueller Krankheitsgeschichten und sogar als unerheblich empfundenen Erkrankungen. Umso länger die Liste der Krankheiten ausfällt, umso mehr schrecken die Personen erfahrungsgemäß vor der BU zurück. 

Hier können sich dann BU Sonderaktionen wie jene des Volkswohl Bundes als interessant erweisen, da die Gesundheitsfragen in vereinfachter Weise auftreten. Neben diversen anderen Versicherungsunternehmen, die ebenfalls sogenannte BU-Sonderaktionen anbieten, wird im Folgenden jene des Volkswohlbundes näher betrachtet, bei welcher eine Absicherung von 750 Euro monatlich möglich ist. 

Um Ihnen einen bestmöglichen Einblick zu gewähren, präsentieren wir Ihnen direkt die vereinfachten Gesundheitsfragen der BU Sonderaktion des Volkswohlbundes, so dass Sie sich eigenständig einen Überblick verschaffen können: 

Gesundheitsfragen BU Aktion Volkswohl Bund

Die Gesundheitsfragen im Antragsformular des Volkswohl Bund
Quelle: Volkswohl Bund

Gemäß Antragsformular des VWB handelt es sich um folgende drei Fragestellungen:

1. „Wurde bei Ihnen bis heute eine HIV-Infektion (positiver AIDS-Test), eine Krebserkrankung, ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, eine Multiple Sklerose (MS), eine Leber- oder Stoffwechselstörung, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, Epilepsie, eine psychische Störung oder ein Bandscheibenvorfall festgestellt?“

2. „Sind Sie aktuell in einer medizinischen Behandlung, einer laufenden Therapie, nahmen oder nehmen Sie Drogen oder regelmäßig*Medikamente, ist eine Operation geplant, waren Sie in den letzten 2 Jahren krankheitsbedingt arbeitsunfähig für einen Zeitraum von länger als 2 Wochen oder liegt bei Ihnen eine MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit), ein GdS (Grad der Schädigungsfolge) oder ein GdB (Grad der Behinderung) vor? „

*„( Hinweis: Unter “regelmäßige” Medikamenteneinnahme ist die Einnahme von Medikamenten an mehr als 30 Tagen in den letzten 12 Monaten zu verstehen. Nicht anzugeben bzw. zu berücksichtigen sind Verhütungs-, Schilddrüsen- und Erkältungsmittel.)“

3.„Wurden Anträge auf Lebens-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- oder Pflegeversicherung nur zu erschwerten Bedingungen angenommen (z. B. mit Klausel oder Zuschlag), zurückgestellt oder abgelehnt? „

Wie sind die Fragestellungen zu bewerten?

Die erste Frage ist zweifelsohne als „vereinfacht“ zu bewerten. Die Beantwortung ist seitens des Antragstellers ohne weiteres möglich, da relativ direkt nach konkreten Krankheitsbildern gefragt wird, von denen generell davon ausgegangen werden kann, dass jede Person weiß, ob sie davon betroffen ist oder nicht. Bei den aufgeführten Krankheiten handelt es sich auch um statistisch häufig auftretende Erkrankungen, an denen auch eine Vielzahl von eben jenen Personen leidet, die sich letztlich für eine BU entscheiden.  

Wie dem Antragsformular bzw. der Fragestellung eindeutig zu entnehmen ist, wird hier keine zeitliche Begrenzung im Hinblick auf das Auftreten der aufgeführten Erkrankungen in der Vergangenheit vorgegeben bzw. wird hier nicht – wie bei beispielsweise anderen BU Aktionen nur einige Jahre zurückgefragt. 

Im Hinblick auf diesen Aspekt sollten vor allem die „psychischen Störungen“ hier nochmals gesondert betrachtet werden. Es wird offensichtlich, dass demzufolge auch alle Besuche beim Psychologen oder Psychiater – unabhängig davon wie oft sie stattfanden und wie weit sie zurückliegen – hier unter „psychische Störungen“ Erwähnung finden müssen. 
Antragsteller, die hofften, dass entsprechende zeitlich weit zurückliegende „psychische Störungen“ keine Beachtung finden werden, werden hier enttäuscht. Die Fragestellung ist im Hinblick auf das Auftreten der Krankheiten eindeutig zeitlich unbegrenzt. 

Zieht man die Tatsache in Betracht, dass sogenannte „psychischen Störungen“ mittlerweile statistisch zu den häufigsten Gründen für eine BU Versicherung gehören, ist es wenig verwunderlich, dass sich Versicherungsunternehmen diesbezüglich absichern. Fatal für den Versicherten kann sich diesbezüglich die Tatsache erweisen, dass es durchaus vorkommt, dass Ärzte ohne Wissen des Patienten entsprechende Leistungen mit Krankenkassen abrechen. Hier erweist sich die gründliche Aufarbeitung der eigenen Gesundheitsakte als extrem wichtig. Wie sich zeigt, legen Risikoprüfer sämtlicher Versicherungsgesellschaften ein besonderes Augenmerk auf psychische Erkrankungen, da hier – im Gegensatz zu körperlich bedingten Einschränkungen – selbst ärztliche Gutachten keine genauen Einschätzungen zum weiteren Krankheitsverlauf geben können.

Als positiv zu bewerten wäre in jedem Fall die Tatsache, dass die Diagnoseliste relativ überschaubar ist und die BU Sonderaktion somit für eine Vielzahl von Personen interessant wird, die von gesundheitlichen Beschwerden und Krankheiten betroffen sind, welche hier keine Erwähnung finden – wie zum Beispiel Allergien. Oftmals erschweren oder verhindern bei normaler Antragstellung auch Operationen in der Vergangenheit, deren Nachbehandlung bereits lange abgeschlossen ist oder auch weit zurückliegende Verdachte auf bestimmte Krankheiten die reguläre Antragsannahme. Im Falle der BU Aktion wird sogar die sonst häufig befragte Skoliose (Verformung der Wirbelsäule) in der Fragestellung außen vorgelassen. 

Als negativ zu bewerten wäre in jedem Fall die Impräzisionim Hinblick auf bestimmte Krankheitsbilder und der zeitlich offene Abfrageraum. 

Der Begriff „Stoffwechselstörung“ ist extrem weit gefasst, da die unterschiedlichsten Ursachen und Symptome auftreten können. Zudem ist hier der zeitliche Faktor entscheidend, weshalb eine zeitliche Begrenzung eindeutig festgelegt werden sollte. Die Aufarbeitung eventueller „Stoffwechselstörungen“ kann daher zum Hindernis für den Antragsteller werden, zumal auch ärztliche Krankenakten hier Unklarheiten aufweisen können. Trotz Sonderaktion mit vereinfachter Fragestellung sollte im Zweifel eine Risikovoranfrage in Betracht gezogen werden. 

Der Grad einer Behinderung (GdB, MdE, WDB) und die Berufsunfähigkeit stehen nicht immer im direkten Zusammenhang, da jemand mit einer Behinderung nicht automatisch berufsunfähig ist. Nichtsdestotrotz ist die Frage nach Behinderungen bei so gut wie allen Versicherungsgesellschaften gängig. In Bezug auf die Frage nach Schwerbehinderung ist leider anzumerken, dass Versicherungsgesellschaften durchaus den Antrag eines Schwer-behinderten auf Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ablehnen können, ohne dabei gegen gesetzliche Diskriminierungsverbote zu verstoßen. 

Auch Körpergröße und Gewicht muss bei so gut wie allen Gesundheitsbefragungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung angegeben werden. Wenn sich in diesem Zuge durch die Berechnung des BMI herausstellt, dass der Antragsteller übergewichtig ist, kann dies Auswirkungen auf den Versicherungsabschluss haben, da Übergewicht über einen langen Zeitraum das Risiko für zahlreiche schwere und chronische Krankheiten erhöht.

BU Sonderaktion mit vereinfachter Gesundheitsprüfung des Volkswohl Bund:

Dies sind die 2018-er bzw. 2019-er Rahmenbedingungen für die Beantragung der Berufsunfähigkeits-versicherung des Volkswohl Bunds mit vereinfachten Gesundheitsfragen:

  • Späteste Vertragsunterschrift: 10.04.2019 
  • Spätester Versicherungsbeginn: 01.03.2019 (wohl auch 01.04.2019 möglich)
  • Maximal versicherbare BU-Rente: 750 EUR
  • Maximal 2.500 € monatliche BU-Rente beim Volkswohl Bund bei Vorvertrag
  • Pflegeschutzbrief möglich, zusätzliche Pflegerente bis zu 2.500€ versicherbar
  • Garantierte Rentensteigerung („Leistungsdynamik“) mit max. drei Prozent möglich
  • Für Personen der Berufsgruppen A1, A2, A3, A4, B1, B2 und B3 (außer B4)
  • Eintrittsalter 47 Jahre (Berechnung: Aktuelles Kalenderjahr minus Geburtsjahr)
  • Nur für Personen, die erstmalig an einer BU-Aktion des Volkswohl Bund teilnehmen
  • Keine Beitragsdynamik, aber Leistungsdynamik gemäß Verbraucherpreisindex (mindestens 2,5% pro Jahr) ohne Summen- oder altersmäßige Begrenzung
  • Übliche finanzielle Angemessenheitsprüfung, BU Vorversicherungen werden normal angerechnet
  • Einbau des AU-Bausteins bzw. der „Gelbe Schein Regelung“ (Leistung bereits bei 6-monatiger Arbeitsunfähigkeit) ausgeschlossen
  • Ausschluss der Nachversicherungsgarantie

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Der BU-Schutz ist auf ein maximales Eintrittsalter von 47 Jahren begrenzt. Dies erweist sich im Vergleich zu anderen Versicherungsgesellschaften, die meist niedrigere Eintrittsaltersgrenzen aufweisen, als durchaus positiv. 

Die maximal erreichbare monatliche Bu-Rente beträgt im Rahmen dieser BU-Sonderaktion (nur) 750 Euro. Besteht bereits ein Vertrag beim Versicherer, darf die Rente in Summe maximal 2.500 Euro betragen. Zudem könne eine Pflegerente von maximal 2.500 Euro mitversichert werden. Auch bei den Berufsgruppen gibt es Einschränkungen. Während eine Beitragsdynamik nicht vorgesehen ist, ist eine Leistungsdynamik beziehungsweise garantierte Rentensteigerung möglich. Ebenso nicht im Vertrag eingebaut werden können die Nachversicherungsgarantie und der Zusatzbaustein Leistung bereits bei 6-monatiger Arbeitsunfähigkeit. Zudem gilt die BU-Sonderaktion nur für Kunden, die erstmalig an solchen Aktionen des Volkswohlbundes teilnehmen.

Im Hinblick auf die Absicherungssumme im Falle einer Berufsunfähigkeit ist zu sagen, dass 750 Euro keinesfalls als ausreichend zu betrachten sind. Für Personen bei denen anderweitig jedoch keine normale Annahme mehr möglich ist, kann diese Form der Absicherung sinnvoll sein. Auch im Falle einer bereits aus früherer Zeit bestehenden BU in eventueller Kombination mit Lebensversicherungen könnte hier der Absicherungsbetrag bedeutend erhöht werden. Zumal diese Sonderaktion auch mit anderen (wahrscheinlich auch zukünftigen) Aktionen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung gekoppelt werden könnte. Dies ist besonders für all jene bereits Versicherten interessant, welche die maximale Abscherungssumme in ihrer bereits vorhandenen BU ausgelastet haben und die Nachversicherungsoption eine neue Gesundheitsprüfung vorsieht. Die maximalen Absicherungshöhen können bis zu 2.500 Euro betragen (inklusive aus Dynamiken resultierenden Erhöhungen). Andere BU-Versicherungen bei anderen Versicherungsgesellschaften dürfen vorhanden sein und werden verrechnet.

NEU und leider nachteilig im Vergleich zu 2016: Gefährliche Freizeitaktivitäten und Hobbys müssen nun angegeben werden!

Im Vergleich zu vergangenen Sonderaktionen des VWB wie zum Beispiel im Jahr 2016/2017 ist im Hinblick auf die diesjährigen BU Aktion leider zum klaren Nachteil der Versicherten festzustellen, dass nun nach gefährlichen Freizeitaktivitäten und Hobbys durchaus gefragt wird. 

Gesundheitsfragen BU Aktion Volkswohl Bund

Frage zu gefährlichen Hobbys im Antragsformular des Volkswohl Bund
Quelle: Volkswohl Bund

Gefahren, die von extremen Sportarten oder Freizeitaufenthalten in risikoreichen Gebieten ausgehen, sind nun offensichtlich Teil der Risikoprüfung, werden aber nur einen kleinen Anteil der Interessenten betreffen, da häufig übliche Hobbys und Freizeitaktivitäten wie Wandern und Klettern eine normale Annahme ermöglichen. 


POSITIV: Möglichkeit des Einbezugs der garantieren Rentensteigerung 

Die BU Sonderaktion des Volkswohlbundes schließt gegen Mehrbetrag die Möglichkeit der garantierten Rentensteigerung von bis zu 3% im Leistungsfall ein. Die garantierte Rentensteigerung sorgt dafür, dass im Falle des tatsächlichen Eintritts der Berufsunfähigkeit die betroffene Person garantiert jedes Jahr eine Rentenerhöhung bekommt. Diese auch Leistungsdynamik genannte Erhöhungsgarantie sollte möglichst in keiner Berufsunfähigkeits-versicherung fehlen. Es handelt sich hierbei um einen Inflationsausgleich im Leistungsfall da davon auszugehen ist, dass bei dauerhafter Berufsunfähigkeit, die bei BU-Vertragsabschluss festgelegte Summe (hier: 750 Euro) nicht mehr die gleiche Kaufkraft aufweist.

Planmäßige Erhöhung der BU-Versicherungsleistungen (I-Dynamik) anstatt Beitrags-dynamik

Eine „klassische“ BU-Beitragsdynamik, bei der die Erhöhung der Beitragsbeträge vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit stattfindet bzw. die Berufsunfähigkeitsversicherungskosten meist jährlich ansteigen, steht bei dieser BU Sonderaktion des Volksbundes nicht direkt zur Option. Da es jedoch mittlerweile eine Vielzahl an unterschiedliche Dynamik-Modellen gibt, bietet auch der Volkswohlbund hierzu ein Alternativmodell, dass den Einschluss einer der Beitragsdynamik ähnlichen Dynamik ohne summen- oder altersmäßige Begrenzung möglich macht, nämlich der Leistungsdynamik gemäß Verbraucherpreisindex. Der Volkswohlbund nennt dies „planmäßige Erhöhung der BU-Versicherungsleistungen“ auf Grundlage des Verbraucherpreisindex für Deutschland (mind. 2,5 %). Die Steigerung der Beträge wird hier jedoch im Gegensatz zur Beitragsdynamik von vornherein auf 2,5% begrenzt, wobei eine Anpassung der Prozentzahl im Falle eines Anstiegs der Verbraucherpreis bzw. bei Inflation vorausgesetzt wird. Gegen diese Dynamik, die die Steigerung der Beiträge nach dem Verbraucherpreisindex vorsieht, kann nur zweimal hintereinander widersprochen werden. Entscheidet sich der Kunde dreimal in Folge gegen die Dynamik, so verliert er sein Recht auf die selbige.

Möglichkeit des Einschlusses eines Pflegeschutzbriefes 

Entscheidet man sich für die Berufsunfähigkeitsversicherung der VWB so besteht in der BU Aktion 2018 auch die Möglichkeit einen Pflegeschutzbrief hinzuzufügen. Im Pflegefall erhält der Versicherte dann eine zusätzliche, lebenslange Pflegerente von bis zu 2.500 Euro. 

Hier unterscheidet man zwischen der Option des Pflegeschutzbriefes als PLUS WÄHREND DER BU-VERSICHERUNGSDAUER gemäß folgender Grafik des Volkswohlbundes:

Quelle: Volkswohl Bund


Tritt somit der Pflegefall im Zeitraum während der Dauer der BU-Versicherungsdauer ein, so besteht sofortiger Pflegeschutz, bei dem die doppelte BU-Rente ausgezahlt wird. 

Als weitere Option bietet der VWB die Möglichkeit zum Ende der Vertragslaufzeit eine Anschluss-Pflegeversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung abzuschließen. Diese Option gilt als PLUS ZUM ABLAUF DER BU-VERSICHERUNGSDAUERund entspricht dem Prinzip einer Anschluss-Pflegeversicherung gemäß folgender Grafik des Volkswohlbundes:

BU Aktion Volkswohl Bund

Quelle: Volkswohl Bund

Tritt somit bis zum Ende der BU-Versicherungsdauer (in der Regel im Alter von 67 Jahren) der Pflegefall nicht ein, so kann ohne erneute Gesundheitsprüfung direkt im Anschluss eine Pflegerentenversicherung abgeschlossen werden. Krankheiten, die nach dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung auftraten sowie der Gesundheitszustand bei Ablauf der BU sind für den Abschluss der Pflegerentenversicherung irrelevant.

Zu beachten wäre jedoch, dass die Absicherungshöhe der Pflegerentenversicherung nicht die Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung übersteigen darf und dass der Wert des Absicherungsbetrags in den kommenden Jahrzehnten ungewiss bleibt. Hier gilt es individuell abzuwägen. Die Absicherung im Bereich Pflege kann auch auf anderen Wegen erfolgen, zum Beispiel fällt bei Pflegetagegeldversicherungen die Gesundheitsprüfung nicht ganz so umfangreich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aus. 

Zieht man eine Umwandlung in eine eigenständige Pflegerente in Erwägung, so sollte man bedenken, dass hier das Eintrittsalter entscheidend ist. Besonders teuer wird es, wenn man beispielsweise erst mit sechzig Jahren die Umwandlung umsetzt. 

Beiträge der BU Sonderaktion 

Der Abschluss der BU ist als Normaltarif oder als Startertarif mit anfangs reduziertem Beitrag möglich. Auf eine detaillierte Darstellung der Beiträge wird hier bewusst verzichtet, da diese sich individuell gestalten und daher nicht pauschalisiert werden können.  

Der Volkswohl Bund gehört zu den Versicherungsgesellschaften, die für attraktive Beitragsprämien bekannt sind und vor allem im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ausgezeichnet wurden. Der Volkswohl Bund ist daher nicht als Billig-Versicherer zu werten und bisher gab es beim Volkswohlbund im Gegensatz zu Konkurrenzunternehmen beispielsweise keine erschreckenden Nettobeitragsanpassungen in der BU. 

ALTERNATIVE zu BU: €XISTENZ Einkommensvorsorge

Der Volkswohlbund bietet neben der BU-Sonderaktion 2018 im gleichen Aktionszeitraum ebenfalls für Neu- und Bestandskunden auch die €XISTENZ Einkommensvorsorge an. Die €XISTENZ Einkommensvorsorgesichert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ab, wobei sich der Preis nach Einkommen und Leistung zum Bedarf richtet. Im Falle des Verlustes der versicherten Leistungsfähigkeiten, wird die monatliche €XISTENZ-Rente ausgezahlt. 

BU Aktion Volkswohl Bund Alternative

Quelle: https://druckstuecke.volkswohl-bund.de/api/products/338/documents/Existenz_kurz.pdf

Die €XISTENZ Einkommensvorsorge kommt sogar mit nur zwei Gesundheitsfragen aus: 

€XISTENZ Einkommensvorsorge

Auch hier müssen zusätzlich Größe und Gewicht angegeben werden. Genau wie die BU kann auch die €XISTENZ Einkommensvorsorge mit dem Pflegeschutzbrief ergänzt werden – mit einer zusätzlichen Pflegerente von bis zu 750 Euro monatlich. Im Pflegefall leistet die €XISTENZ Einkommensvorsorge dann doppelt. 

Da bei der privaten BU-Versicherung die Prämien nach Berufsgruppen und deren Risikoprofil berechnet werden, kann die BU im Falle von als „gefährlich“ eingestuften Berufe teuer werden. Die €XISTENZ Einkommensvorsorgeist zwar nicht mit einer Berufsunfähigkeits-versicherung gleichzustellen, bietet jedoch einen kostengünstigere Alternativabsicherung für beispielsweise Personen aus oben erwähnten risikoreichen Berufsprofilen an oder eignet sich falls Vorerkrankungen bestehen, was die Normalannahme der BU erschwert. Die Prämien sind deutlich niedriger als jene der BU. 

Alles in allem kann die€XISTENZ Einkommensvorsorge eine Alternative zur BU sein, jedoch kein wirklicher Ersatz. Es bietet sich eventuell an jene mit älteren Berufsunfähigkeits-versicherungen zu kombinieren. 

FAZIT zur BU Sonderaktion 2018 & 2019 mit vereinfachten Gesundheitsfragen des VWB

Der Volkswohlbund bietet mit der BU-Aktion eine Chance auf eine Teilabsicherung, die bei „normaler“Antragstellung und Beantwortung aller sonst üblichen Fragen eventuell nicht zustande kommen könnte, vor allem im Hinblick auf bestimmte Berufsgruppen mit höherem Risikoprofil. Im Hinblick auf die Absicherungssumme ist eindeutig zu sagen, dass 750 Euro keinesfalls als ausreichend zu betrachten sind. Für Personen bei denen anderweitig jedoch keine normale Annahme mehr möglich ist, kann diese Form der Absicherung sinnvoll sein. Der VWB überzeugt auch mit einer kombinierten Pflegeabsicherung. 

Leider erweist sich die vereinfachte Fragestellung in einigen Punkten als suboptimal und ist vor allem im Hinblick auf den offenen unbegrenzten Abfragezeitraum zu bemängeln. Extrem ausgeweitete und zeitlich unbefristete Fragen sind vor allem im Falle der „Stoffwechselstörungen“ und „psychischen Störungen“ als überaus ungünstig für den Antragsteller zu bewerten, welcher hier leicht unbeabsichtigt in Gefahr gerät, gegen die Anzeigepflicht zu verstoßen. 

Wie bei den meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen eignet sich auch die BU Sonderaktion des VWB trotz (oder gerade wegen) der vereinfachten Fragestellungen nicht für den schnellen und kurzfristigen Abschluss, sofern Sie verhindern möchten, dass es im Leistungsfall zu bösen Überraschungen kommt.

Ein Vergleich mit BU-Sonderaktionen anderer Versicherungsgesellschaften sowie die Möglichkeit der Kombination mit anderen Aktionen sind immer empfehlenswert. Trotz vereinfachter Fragestellungen kommt man auch hier nicht um die präzise und sorgfältige Aufarbeitung der eigenen Gesundheitshistorie und -akte umher.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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