Darauf sollten Beamte bei der privaten Krankenversicherung achten

Oft wird eine private Krankenversicherung für sehr kostenintensiv gehalten, doch das ist gerade für Beamte nicht der Fall, denn sie können von der sogenannten Beihilfe profitieren. Diese kommt im Krankheitsfall
für 50 bis 80 Prozent der entstehenden Kosten auf. Die Krankenversicherung muss also nur den verbleibenden Teil der Kosten decken. Deshalb sind die privaten Krankenversicherer in der Lage, beihilfeberechtigten Beamten im Vergleich zu den Tarifen für Angestellte und Selbständige ohne Beihilfeberechtigung deutlich günstigere Konditionen anzubieten. Worauf es ankommt, wenn ein Beamter in die private Krankenversicherung wechseln möchten, möchten wir Ihnen an dieser Stelle darlegen.

private Krankenversicherung Beamte

Die private Krankenversicherung für Beamte muss nicht teuer sein

Wie bereits eingangs erwähnt, erhalten Beamte im Krankheitsfall Zuschüsse von der Beihilfe. Diese belaufen sich auf mindestens 50 Prozent und maximal 80 Prozent (in den meisten Bundesländern bei Kindern). Die PKV muss also lediglich für die verbleibenden 20 – 50 Prozent der Krankheitskosten aufkommen. Dies wirkt sich natürlich erheblich auf die Beiträge aus. So kann ein Beamter laut einem Versicherungsvergleich mit Beiträgen ab ca. 225 € (ohne „Vorerkrankungen“, inkl. Zweibettzimmer mit Chefarzt) in einer privaten Krankenversicherung rechnen, während in der gesetzlichen Krankenkasse ein Monatsbeitrag von rund 776 € fällig würde (beispielhafte Berechnung bei einer 29-jährigen Gymnasiallehrern mit einem 50-prozentigen Beihilfeanspruch, Besoldung A13 Stufe 7 in NRW – Stand 09/18 – angesetzt wurde der durchschnittliche Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen).

Gute Beratung ist das A und O

Natürlich bieten wir Ihnen auf unserer Webseite einen Vergleichsrechner, der auch Angebote für die Beamten-PKV vergleichen kann. Ein wirklich individueller Krankenversicherungsvergleich sollte jedoch beispielsweise auch Ihre „Vorerkrankungen“ einbeziehen, da Sie nur durch die Berücksichtigungen aller wichtigen Faktoren einen Vergleich erhalten, der auf Ihre Person zugeschnitten ist. Deshalb ist ein Beratungsgespräch mit einem Beamtenspezialisten immer bedeutend. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Versicherungsvergleich Ihnen auch das tatsächliche Preis-/Leistungsverhältnis der einzelnen Tarife bietet.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind für Beamte nicht attraktiv

Oft wird argumentiert, dass die Beiträge bei den privaten Krankenversicherungen über die Jahre hinweg steigen und es deshalb sinnvoll sein kann, von Anfang an in der gesetzlichen Versicherung zu bleiben, um auch im hohen Alter abgesichert zu sein. Für Beamte trifft dies aufgrund der Beihilferegelung nicht zwingend zu, da Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse auch als Pensionäre den Vollbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse leisten müssen. Lediglich in Hamburg besteht für Landesbeamte inzwischen die Möglichkeit, auch für die gesetzliche Krankenkasse Zuschüsse zu erhalten. Doch das Hamburger Abendblatt hat sich dies einmal genau angeschaut und kam zu dem Schluss, dass es kaum einen Fall gibt, in dem diese Konstellation für junge Beamte sinnvoll ist.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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