Der beste Weg in die eigenen vier Wände

Zinsen für den Kauf oder den Bau eines Hauses sind heute niedrig wie nie. Das Zinstief hält dabei schon eine ganze Weile an. Inzwischen können sogar WändePersonen, die über kein Eigenkapital verfügen bei entsprechender Bonität einen Kredit für den Kauf oder den Bau eines Hauses bekommen. Solche Kredite sind natürlich entsprechend teurer, als die klassischen Kredite mit einem Eigenanteil von mindestens 30 %. Und sie bergen ein gewisses Risiko. Denn wer eine 100% oder eine sogenannte 110% Finanzierung vornimmt, also auch die Kaufnebenkosten entsprechend mit finanziert, hat mehr Schulden als er mit dem Haus an Gegenwert hat. Wer also noch nicht über Eigenkapital für den Kauf eines Hauses verfügt, der sollte auch jetzt noch erst ein wenig Zeit in die Schaffung von Vermögen investieren. Denn selbst wenn die Zinsen wieder etwas steigen – mit einem guten Eigenkapitalstock erhalten Sie auf jeden Fall bessere Konditionen, als ohne jegliches Eigenkapital. Das kann sich am Ende bei der Summe der Gesamtkosten deutlich bemerkbar machen. Doch, wie kann man am sinnvollsten innerhalb weniger Jahre auf einen guten Grundstock in Sachen Eigenkapital kommen?

Viele Geldanlagemöglichkeiten leiden unterm Zinstief – aber eben nicht alle

Die meisten Geldanlagen bieten heute nur noch sehr geringe Zinssätze. Das bedeutet, dass Sie hier nur einen sehr geringe Rendite erzielen können, wenn Sie Geld beispielsweise in Festanlagen, in Tagesgeldkonten oder gar auf dem Sparbuch anlegen. Doch es gibt noch immer Alternativen, die wirklich lohnenswert sind. Vor allem für diejenigen, die sich für den Kauf oder den Bau eines Hauses interessieren. So hat Beispielsweise der Staat vor einigen Jahren eine wunderbare Möglichkeit geschaffen, um Geld sinnvoll anzulegen und gute Renditen zu erzielen.

Bausparen mit staatlicher Förderung – mit Riester kann es sich richtig lohnen

Wer heute einen Riesterbausparvertrag bespart, der hat die Möglichkeit einen Teil von maximal 4 % seines Einkommens steuerbefreit in den Bausparvertrag einzuzahlen. Zahlt er die volle Summe ein, führt das dazu, dass er auch die vollen Zulagen erhält. Bei einem Familienvater mit einem Jahreseinkommen von 50.000 € und zwei Kindern bedeutet das, dass er jährlich 2.000 €in den Bausparvertrag einzahlt, für die er keine Steuern zahlen muss. Bei einem Steuersatz in der Spitze von rund 25 % macht das immerhin schon ein Ersparnis von gut 500 € im Jahr, die er von 2.000 € Spareinlage nicht selbst tragen muss – oder die er einfach oben auf packt. Dazu kommen die Zulagen für den Sparer selbst mit 174 € und für die beiden Kinder (wenn sie nach 2007 geboren wurden) mit jeweils bis zu 300 €. Insgesamt also 774 € allein an staatlichen Zulagen. Insgesamt beträgt die Rendite bei dieser Anlage also in diesem Beispiel rund 1.274 € (500 € Steuerersparnisse und 774 € Zulagen). Zahlt der Sparer die 500 € Steuerersparnisse zusätzlich in den Bausparvertrag ein, ergibt dies eine jährliche Ansparsumme von 3.274 €. Innerhalb von sechs Jahren können so rund 20.000 € angespart werden. Da bei einem Bausparvertrag 40 % der Bausparsumme angespart werden muss, damit man den entsprechenden Bausparkredit realisieren kann, könnte man auf diesem Weg einen Bausparvertrag in Höhe von 50.000 € zuteilungsreif machen. Der Vorteil: Die 20.000 € gelten auf jeden Fall als Eigenkapital bei der Bank. Die restlichen 30.000 € aus dem Bausparkredit werden dem Eigenkapital oftmals gleichgesetzt – darüber hinaus sind diese für einen sehr niedrigen Zinssatz zu haben. So schaffen Sie in nur sechs Jahren einen ansehnlichen Grundstock für die eigenen vier Wände.

Eine zusätzliche Möglichkeit – selbst mit dem Geld arbeiten für die eigenen Wände

Eine Möglichkeit, zusätzlich noch einen weiteren Baustein in Sachen Vermögensbildung zu haben, ist die Chancen, selbst mit dem eigenen Geld zu arbeiten. In den letzten Jahren hat das Online Banking und hier vor allem die Möglichkeit, Geld online anzulegen und die eigenen Anlagen komplett selbstständig zu verwalten großen Zulauf genossen. Kein Wunder. Denn das Vertrauen in die Banken und insbesondere in die Börsenmakler und Broker ist in den letzten zehn Jahren mehrmals kräftig gestört worden. Das viele Sparer, vor allem angesichts schwindender Zinsen, den Weg gehen selbst zu investieren, ist da nur normal. Klar ist allerdings, dass es sich bei solchen Investments immer um ein Risikogeschäft handelt. Deshalb sollte man dafür vorwiegend finanzielle Mittel nehmen, die anderweitig verplant sind. Wer aber im Jahr einen bestimmten Betrag „übrig“ hat und sich die Zeit nimmt ,sich ausreichend über die Märkte an denen er handeln möchte zu informieren, der kann auf diesem Weg ebenfalls zum Aufbau des eigenen Vermögens beitragen. Eine gute Möglichkeit, sich einmal näher mit dem Thema zu befassen, sind die verschiedenen Broker-Tests, die man im Internet findet. So zum Beispiel auf Aktiendepot.com.

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Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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