Die Flexi-Rente: Ein winziger Schritt in die gesellschaftlichen Verhältnisse von morgen

Es ist noch Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl 2017. Doch bereits jetzt gibt es die ersten Wahlgeschenke. Eines davon ist die Flexi-Rente. Noch ist es ein vom Bundeskabinett verabschiedeter Gesetzentwurf, der von Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden muss. Wenn alles klappt, könnte die neue Rentenregelung bereits 2017 in Kraft treten. Was das ist und wem sie nützt – lesen Sie selbst!

Was ändert sich mit der Flexi-Rente?

Die Flexi-Rente verfolgt zwei Ziele: Für Senioren soll es leichter werden, Vorruhestandsregelungen zu nutzen und gleichzeitig einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Die neue Rentenregelung soll darüber hinaus Anreize schaffen, auch nach Erreichen des Rentenalters weiter zu arbeiten.

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Rentenkürzung bei Zuverdienst nach der Flexi-Rente

Wer bisher frühzeitig in den Vorruhestand geht und in Teilzeit weiter arbeitet, muss bei einem Zuverdienst von mehr als 450 Euro im Monat mit einer drastischen Rentenkürzung von einem Drittel bis zu zwei Flexi-RenteDritteln rechnen. Mit der neuen Gesetzesregelung ist damit Schluss, denn die komplexe Abstufung gehört mit der Ausfertigung des Gesetzes der Vergangenheit an. Bis zu einer Obergrenze von 6.300 Euro im Jahr können Rentner dann abzugsfrei hinzuverdienen. Nur wer darüber liegt, muss auch weiterhin mit einer Kürzung der Altersbezüge rechnen. Diese werden nicht individuell, sondern pauschal mit 40 Prozent beziffert. Wird der Freibetrag von 6.300 Euro überschritten, werden 40 Prozent des darüber liegenden Betrages von der Rente abgezogen.

Die nachfolgenden Rechenbeispiele verdeutlichen, wie sich ein höherer Zuverdienst auf die Rente auswirken kann. Angenommen, ein Rentner hat eine monatliche Rente von 1.500 Euro und einen jährlichen Hinzuverdienst von 25.000 Euro, dann übersteigt er die jährliche 6.300 Euro-Grenze um 18.700 Euro. Pro Monat ergibt das einen Betrag von rund 1558 Euro, von dem 40 Prozent gestrichen werden. Das bedeutet im Ergebnis, dass die Rente von 1.500 Euro um 40 Prozent des Zuverdienstes, also um rund 623 Euro gekürzt wird, sodass der Rentner auf eine Teilrente von 877 Euro im Monat kommt. Anders sehen die Zahlen bei einer geringeren Rente aus. Liegt diese bei 900 Euro und der jährliche Hinzuverdienst bei 12.000 Euro, dann ergibt sich ein Rentenkürzung von 190 Euro, sodass der Rentner eine Teilrente von 710 Euro erhält.

Anreize für eine längere Beschäftigungsdauer

Neben dem höheren Zuverdienst setzt die Flexi-Rente Anreize, dass Rentner auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten können. Die aktuelle Gesetzeslage sieht vor, dass ein Arbeitnehmer, der über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, einen Anspruchszuschlag von 0,5 Prozent unter der Voraussetzung erhält, dass er noch keine Altersrente bezieht und von der Sozialversicherungspflicht befreit ist. Das Problem: Sein Rentenanspruch erhöht sich dadurch nicht.

Die neue gesetzliche Regelung behält den Zuschlag von 0,5 Prozent bei mit dem Unterschied, dass Beschäftigte auch weiterhin in die Rentenkasse einzahlen dürfen, um ihren Rentenanspruch zu erhöhen. Damit Arbeitgeber mitziehen und auch ältere Arbeitnehmer beschäftigen, sollen die für weiterbeschäftigte Rentner gezahlten Arbeitgeberbeiträge für die gesetzliche Arbeitslosenversicherung entfallen.

Die Flexi-Rente – der große Wurf oder nur ein Appetithäppchen?

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, mehr nicht. Von einem Wahlgeschenk kann keine Rede sein, denn es ist nur ein sehr kleiner Schritt, und man fragt sich, wann diese Bundesregierung zeitgemäß handelt. Der Arbeitsmarkt sollte den Rentnern ganz selbstverständlich offen stehen, die weiterarbeiten wollen. Denn es sind Fachkräfte mit Berufserfahrung, mit wertvollem Fachwissen und mit einer sehr „stabilen“ Arbeitsmoral. Wo sind die Arbeitgeber, die diese „Senioren“ beschäftigen? Und warum bleibt der Zuschlag bei mageren 0,5 Prozent?

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Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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