Einblicke in den CFD-Handel

CFDs (Contracts for Difference oder Differenzkontrakte) sind eine aufstrebende Form im Wertpapierhandel und zeichnen sich durch ihre Einfachheit sowie ein hohes Maß an Transparenz aus. In den letzten Jahren ist der CFD-Handel aufgrund der möglichen Rendite und des einfachen Zugangs auch für Privatanleger immer interessanter geworden. Daher lohnt sich ein Blick hinter die CFD-Kulissen.

CFD-Handel
Der CFD-Handel ist nicht nur mit Aktien, sondern auch mit Rohstoffen, Devisen, Indizes etc. möglich.

Der Einstieg in den Handel mit CFDs

Heutzutage gelingt der Start in den CFD-Handel unkompliziert und schnell. Einfach ausgedrückt: Man benötigt nur einen Computer mit Internetzugang und der Handel mit den hochspekulativen Derivaten, und das stellen CFDs nun einmal dar, kann beginnen. Natürlich benötigt man für den Marktzugang noch einen CFD-Broker, der seriös und kundenfreundlich handelt.

„Weiterhin ist es wichtig, dass dieser eine benutzerfreundliche Oberfläche anbietet, auf der man sich gut zurechtfindet. Legt der Broker viel Wert auf die Schulung des Kunden, entsteht zusätzlich eine Win-Win-Situation für beide Parteien“, so der Rat und die Einschätzung eines Finanzexperten von CMC Markets Österreich.

Eingeführt wurde der Handel mit CFDs in Großbritannien in den neunziger Jahren. Ziel war es, die britische Stempelsteuer, die „stamp-duty“, für Aktien an der Londoner Börse (London Stock Exchange) zu umgehen. Mit den Differenzkontrakten wurde ein außerbörslicher Handel aufgesetzt, der nicht der „stamp-duty“ unterlag, wodurch höhere Gewinne erzielt werden konnten.

Statistik CFD-Kontenzahlen

Die große Hebelwirkung => Hohes Risiko – Hohe Rendite

Beim Handel mit Differenzkontrakten ergibt sich der Gewinn bzw. Verlust aus der Differenz des Basiswertes (Underlying). Dabei ist es egal, ob das Produkt, mit dem man spekulieren möchte, im Preis steigt oder fällt. CFDs bieten die Möglichkeit zu kaufen („long zu gehen“), wenn man denkt, der Preis wird steigen, oder zu verkaufen („short zu gehen“), wenn man darauf spekulieren will, dass der Preis fällt. Dadurch hat man die Chance, auf unterschiedliche Marktrichtungen zu reagieren und Gewinne auch bei fallenden Kursen zu erzielen.

  • Spekulation auf fallende oder steigende Kurse möglich
  • Dank Margin geringer Kapitaleinsatz für hohe Investitionen
  • Hohes Gewinnpotential
  • Hohes Verlustpotential

Der Vorteil, aber auch gleichzeitig der Grund des hohen Risikos ist die sogenannte Hebelwirkung, mit der beim Handel mit Differenzkontrakten gearbeitet wird. Man kauft beim CFD-Handel nicht zum Basiswert des Produktes, sondern muss für die Handelsposition beim Broker eine Sicherheitsleistung hinterlegen, die sogenannte Margin.

Dadurch wird weniger Kapital für die einzelnen CFDs gebunden, so dass der Wert der Positionen die eigene Investitionseinlage des Handelskontos deutlich übersteigen kann. Das führt bei gelungenen Spekulationen zu deutlich höheren Einkünften; bei Verlusten kehrt sich dieser Wert allerdings ins Gegenteil um. Daher sollte man sich über die Risiken im Klaren sein und sicherstellen, ob der CFD-Handel die geeignete Wahl darstellt.

Abgrenzung CFD – Aktien

Im Vergleich zum Besitz einer Aktie ist der Erwerb von CFDs grundsätzlich durch andere spezifische Merkmale gekennzeichnet. Während man als Aktionär Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft schriftlich zugesichert bekommt, ist man als Händler von CFDs nicht an einem Unternehmen beteiligt.

Beschließt man, einen Differenzkontrakt einzugehen, ist man bloß Inhaber einer Forderung in Form eines Derivats. Natürlich ist es auch möglich, CFDs auf Aktien zu handeln, allerdings ist der Gewinn nicht an die Steigerung des Basiswertes geknüpft, sondern an die spekulierte Kursentwicklung.

Darüber hinaus werden CFDs im Gegensatz zu Aktien grundsätzlich außerbörslich gehandelt und gelten somit als Over-the-counter-Produkte (OTC). Der Handel des Kunden wird also nicht an der Börse vollzogen, sondern in Zusammenarbeit mit dem Broker abgewickelt. Dieser wiederum sichert seine Handelspositionen mittels „Hedging“ am Markt ab.

Wichtige Fragen für die Wahl eines geeigneten Handelspartners

  • Welche Werte können gehandelt werden? – Aktien, Rohstoffe, Indizes, Devisen, Futures etc.
  • Welche Gebühren fallen an? – Spreads, Kontoführung etc.
  • Welche Orderarten stehen zur Verfügung? – Limit Buy Order, Take Profit Order etc.
  • Welcher Aufsichtsbehörde unterliegt der Broker? – Für Deutschland z.B. BaFin

Entscheidet man sich für den Handel mit Differenzkontrakten, kommt es natürlich auch auf die Wahl des richtigen Brokers an. Dass die Wahl auf einen seriösen Handelspartner fallen sollte, versteht sich bei Finanzgeschäften eigentlich von selbst.

Jedoch sollten sich vor allem unerfahrene Anleger mit dem Thema ausgiebig befassen. Neben den anfallenden Kosten unterscheiden sich die Broker auch in puncto Kundenservice und Angebotsumfang. Um langfristig mit der eingegangen Partnerschaft zufrieden zu sein, ist eine gewissenhafte Wahl insofern unumgänglich.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

2 Kommentare zu “Einblicke in den CFD-Handel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.