Erträge im Forexhandel – Abgeltungssteuer, Spekulationssteuer oder steuerfrei?

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Wir Deutschen sind dafür bekannt, im Bereich des Sparens und der Geldanlage gerne auch einmal etwas unkonventionelle Wege zu gehen, besonders jetzt, wo der es auf die klassischen Sparmöglichkeiten wie das Sparbuch oder Festgeld kaum noch Zinsen gibt, versuchen viele, über alternative Anlagemöglichkeiten eine bessere Rendite zu erwirtschaften. Schließlich verliert das Geld an Wert, wenn es einfach nur so auf dem Konto liegenbleibt und nicht damit gearbeitet wird.

Das Finanzamt in unserem schönen Land ist jedoch auch bekannt dafür, dass es gerne einmal die Hand aufhält, wenn es etwas zu versteuern gibt. Und versteuert kann viel werden. Auch bei Forexhandel. Die Frage lautet daher: Müssen Einnahmen aus dem Devisenhandel versteuert werden?

Das Finanzamt hält immer die Hände auf

Gewinne, die aus dem Forexhandel bezogen werden, müssen in Deutschland versteuert werden. Dabei ist es egal, ob man diese Gewinne als Privatperson oder als Unternehmen einstreicht. So gibt es die Abgeltungssteuer, die 25 ProzentForexhandel des Gewinnes beträgt. Hinzu kommt die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag, der bei 5,5 Prozent der Abgeltungssteuer liegt. Ohne Hinzunahme der Kirchensteuer würde man auf einen Steuersatz von 26,375 Prozent kommen.

Nun ist es jedoch nicht so, dass auf jeden Cent Gewinn die Steuer erhoben wird. Einerseits gibt es den Freibetrag, der immer erst einmal vom Gewinn abgezogen werden kann. Dieser liegt bei einem Single bei 801 Euro im Jahr und bei einer verheirateten Person bei 1602 Euro pro Jahr. Hinzu kommt, dass alle Verluste und Kosten sowie Gebühren, die rund um den Handel anfallen können, vom Gewinn abgezogen werden können. Somit muss nur der bereinigte Gewinn beim Finanzamt angegeben werden.

Wer über einen ausländischen Broker den Forexhandel betreibt, muss sich selbst um die Begleichung der Steuerschuld kümmern. Wer hingegen eine deutschen Broker hat, der kann diesen bitten, die entsprechenden Zahlen an das Finanzamt zu übermitteln und auch gleich die Steuern vom Gewinn abziehen lassen. Bei eine eigenverantwortlichen Handeln können die Einnahmen einfach mit auf der Steuererklärung angegeben werden, die jedes Jahr angefertigt wird. Entsprechende Spalten sind im Elster Formular dafür vorgesehen wurden.

Übrigens: Wer „vergisst“, seine Einkünfte aus dem Forexhandel beim Finanzamt anzumelden, der macht sich der Steuerhinterziehung schuldig. Der Staat sieht diesbezüglich recht harte Strafe vor, die auch ins Gefängnis führen können. Zudem wird immer eine Nachzahlung erfolgen, die mit einer kräftigen Strafgebühr garniert sein wird. Es lohnt daher nicht, die Gelder am Finanzamt vorbeizuschmuggeln.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

2 Kommentare zu “Erträge im Forexhandel – Abgeltungssteuer, Spekulationssteuer oder steuerfrei?

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