Ist eine Risikolebensversicherung 2016 noch sinnvoll?

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Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Risikolebensversicherung sollte nicht ausschließlich durch Zinssätze oder durch die RisikolebensversicherungBetrachtung eines moderneren Lebensstils im Jahre 2016 beantwortet werden. Es bedarf einer weitreichenden Differenzierung, beispielsweise zwischen bestehenden und neu aufgenommenen Lebensversicherungen. Dazu kommt das Ziel der Versicherung; als reine Spar- oder Anlagemaßnahme gibt es sicher attraktivere Finanzmodelle. Als Absicherung für die Angehörigen und / oder für das Alter kann eine Lebensversicherung auch im Jahre 2016 noch die bessere Alternative sein.

Garantiezins und Sonderzahlungen: am Ende mehr als nur 1,25%

Viele Menschen fragen sich, ob sich eine Lebensversicherung beim aktuellen Höchstrechnungszins („Garantiezins“) von 1,25 % noch lohnt. Dabei sollte man sich aber auch die Frage stellen, weshalb man die Versicherung abschließt und ob man schon konkrete Pläne für das am Ende ausgezahlte Geld hat. Wer das Hauptziel einer Lebensversicherung bedenkt, nämlich die Einzahlung von Beiträgen zur Absicherung verschiedener Lebens- oder Todesereignisse, für den sollte auch ein Zins von 1,25 % ausreichend sein.

Andererseits liegen die Zuzahlungen seitens des Versicherers meist noch über dem Garantiezins. Dies wird nicht durch eine unrechtmäßige Erhöhung des Satzes erwirkt, sondern beispielsweise durch Überschussbeteiligungen und andere Aufstockungen auf das Guthaben des Versicherten. Bei manchen Banken ist daher – effektiv gesehen – ein Zins von mehr als 4 % möglich. Das entspricht weit mehr als dem Doppelten des aktuellen Höchstrechnungszinses.

Alle wichtigen Info´s rundum um die Risiko-Lebensversicherung können Sie hier nachlesen:

Welche Art von Lebensversicherung ist die richtige?

Wie oben schon angemerkt, so richten die meisten Versicherten eine Risikolebensversicherung ein, um entweder nach ihrem Ableben die Angehörigen finanziell zu unterstützen oder um nach der Ansparphase die Auszahlungsphase als Altersabsicherung zu nutzen. Dazu kommen andere Ziele und Modelle der Lebensversicherung, deren Name im Grunde nur ein Sammelbegriff für alle Versicherungen ist, bei denen der Versicherer im Hinblick auf die Versicherungsdauer respektive Lebensdauer des Versicherten im Ungewissen ist und bleibt.

Neben dem Todesfall oder dem Fall, dass die Versicherung ausläuft und der Versicherte die eingezahlte Summe plus Zinsen ausgezahlt bekommt, gibt es zum Beispiel noch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Hier wird die Leistung der Versicherung dann erbracht, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit oder wegen eines Unfalles seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Auch gibt es die Aussteuerversicherung, bei der die Leistungen dann fällig werden, wenn der Versicherte heiratet.

Vorsorge im Jahr 2016: wie sinnvoll ist denn nun die Lebensversicherung?

Kurzum: sie ist immer noch sinnvoll. Denn eine Vorsorge, egal für welchen speziellen Fall, ist immer zielführend. Auch in dieser wandelbaren Zeit, in der Probleme und deren Lösungen oft sehr schnelllebig sein können, gibt es einige Handlungsmodelle, die zwar altbacken wirken, aber im Grunde nur bewehrt sind.

Egal für welches Modell man sich entscheidet, ob Risikolebensversicherung oder kapitalbildende Lebensversicherung, am Ende greift man auf eine bewehrte Art des Sparens und der Vorsorge zurück. Der jeweilige Zins ist dabei nur eine Dreingabe, die jene Modelle attraktiver machen als das private Sparen von Barem unter der Matratze.

Der niedrige Garantiezins ist ein Zeichen von Sicherheit

Ein weiterer Grund für eine Lebensversicherung im Jahre 2016 ist tatsächlich auch der niedrige Höchstrechnungszins. Dieser wird ja von der Deutschen Aktuarvereinigung nicht aus dem Kaffeesatz gelesen, sondern dem Bundfinanzministerium, welches den Zinssatz am Ende festlegt, aufgrund von stichhaltigen Daten vorgeschlagen. Der aktuell niedrige Garantiezins fußt auf der Tatsache, dass Versicherer die Gelder ihrer Klienten in sichere Anlagen investieren – etwa in Staatsanleihen.

Natürlich sind die Renditen bei dieser Anlageform niedrig, dafür aber extrem sicher. Die meisten Versicherer legen mehr als 90 % des zu versichernden Kapitals in dieser Form an. Dabei könnten sie rein rechtlich gesehen sogar bis zu 35 % des Geldes auch in Aktien, High-Yield-Anlagen sowie in Immobilien stecken. Diese Anlageformen werden nach aktuellen Statistiken allerdings nur mit rund 2,8 % bis 3,8 % des Kapitals genutzt.

Der vergleichsweise geringe Garantiezins ist also auch ein Zeichen für Sicherheit. Sollte der Satz in den kommenden Jahren wieder deutlich steigen, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass die Versicherer sich erneut auf dünneres Eis begeben und ihr Kapital am Markt risikoreich einsetzen. Auch für die Versicherten kann dies ein Risiko bergen, was nach der letzten Finanzkrise im Grunde jedem klar sein sollte.

Bereits abgeschlossene Lebensversicherungen auch 2016 weiterlaufen lassen?

Definitiv ja! Der fest zugesicherte Zinssatz sinkt für Altverträge nicht, auch wenn er dies für Neuverträge tut. Falls Sie also noch eine Lebensversicherung haben, die zwischen Juli 1995 und Juni 2000 abgeschlossen wurde, dann gehören Sie rein rechnerisch zu den Gewinnern. Damals gab es ganze 4 % als Höchstrechnungszins. Auch bis zum Dezember 2013 war der Satz mit 3,25 % noch hoch. Dann fiel er immer weiter; und nun sind wir bei 1,25 %, wobei ein neuerlicher Aufschwung nicht in Sicht ist.

Daher gilt: bereits abgeschlossene sowie auch neu in die Wege geleitete Lebensversicherungen so lange wie möglich laufen lassen und nicht vorzeitig kündigen. Zu empfehlen ist eine vorzeitige Kündigung nur dann, wenn vielleicht damit verbundene Mehrkosten mit einer neuerlichen Versicherung wieder erwirtschaftet werden können. Oder kurz: die Kündigung eines Alt- und die Aufnahme eines Neuvertrags lohnt dann, wenn der Garantiezins wieder steigt.

Bei welchem Anbieter gibt es die besten Konditionen?

Eine Lebensversicherung ist also immer noch als sinnvoll zu betrachten. Gerade für jene, die noch keinen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben, ergibt sich nun die Frage nach dem richtigen Versicherer. Hier spielen verschiedene Voraussetzungen, aber auch der variierende Beitrag bei fester Versicherungssumme eine Rolle. Denn auch wenn sich Angebote in der Laufzeit und dem Betrag der Versicherungshöhe gleichen, so gibt es durchaus Unterschiede bei den regelmäßigen Einzahlungen.

Ein umfangreicher Vergleich lohnt sich also. Auf dieser Webseite finden Sie neben weiteren Informationen und Fachberichten einen Risikolebensversicherung Rechner. Mit nur wenigen anonymen Angaben finden Sie hier verschiedene attraktive Angebote für eine Lebensversicherung. Der Rechner für Risikolebensversicherungen ist kostenlos und zeigt nicht nur einzelne Angebote auf, sondern verfügt auch über Links zu den entsprechenden Versicherern.

Risikolebensversicherung

Fazit zur Lebensversicherung im Jahr 2016

Trotz wandelbarer und schnelllebiger Gesellschaft und trotz niedrigen Zinsen ist eine Risikolebensversicherung auch im Jahr 2016 noch sinnvoll. Der Markt ist immer noch voller Wettbewerber mit attraktiven Konditionen. Ein Vergleich sowie die Versicherung per se lohnen sich als kapitalbildende Sparmaßnahmen auf jeden Fall.

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Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

2 Kommentare zu “Ist eine Risikolebensversicherung 2016 noch sinnvoll?

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