Kann man mit dem neuen Minijob ab 2013 auch riestern bzw. eine förderfähige Riester Rente abschließen?

Minijob ab 2013 mit 450 €

Gerade ein Minijob bis 450

Mit einem versicherungspflichtigen Minijob ab 2013 mit 450 € gehört man zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis für die Riester Rente. Bei Geringverdienern kann schon die Zahlung eines jährlichen Eigenbeitrags von nur 60,– Euro in einen Riester-Vertrag ausreichen, um die volle staatliche Zulage zu bekommen. Besonders Geringverdiener und Familien mit Kindern profitieren von dieser Förderung. Die volle staatliche Grundzulage für jedermann beträgt 154 Euro und für Kinder 185 Euro pro Jahr. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, fließen sogar 300 Euro pro Jahr an Zulage auf die Riester Rente. Damit man die vollen Zulagen bekommt, muss man 4% des Bruttogehalts vom Vorjahr in den Riester-Vertrag einzahlen (abzgl. Zulagen). Eine genaue Berechnung von ihrem mtl. Beitrag erstelle ich Ihnen gerne auf Anfrage.

Beispiel: Anna H., Mutter von zwei Töchtern, die ab 2008 geboren wurden, verdient in ihrem Minijob 450 Euro im Monat, aufs Jahr gerechnet also 5.400 Euro. Um die volle staatliche Zulage zu bekommen, muss sie davon vier Prozent in einen zertifizierten Riester-Vertrag einzahlen. Von den 216 Euro, die sie zahlen müsste, werden daher die Grundzulage von 154 Euro und die Kinderzulage für beide Töchter von je 300 Euro (= 600 Euro) abgezogen. Als Geringverdienerin muss sie damit nur einen Sockelbetrag von 60,– Euro im Jahr (= 5 Euro im Monat) zahlen, um jährlich 754 Euro an staatlichen Zulagen für ihren Riester-Vertrag zu bekommen.

Hinweise zum Minijob mit 400 €

Für alle anderen gilt, die einen Minijob mit 400 € ausüben, dass diese zusätzlich 3,9% Rentenbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung abführen müssen, damit der „normale“ Rentensatz eingezahlt wird. Bei einem Minijob über 400 € werden nämlich nur 15% Rentenversicherungsbeiträge über den Arbeitgeber abgeführt und das hat zur Folge, dass man keinen Anspruch auf eine staatliche Zulage bei der Riester Rente hat, weil man nicht unmittelbar förderberechtigt ist. Ganz viele Minijobber werden das nicht wissen und verlieren somit viele staatliche Zulagen. Nur mit den zusätzlichen 3,9% Rentenbeitrag (entspricht bei einem 400 € Job 15,60 € mtl.) ist man unmittelbar förderberechtigt und hat Anspruch auf die Grundzulage über 154 € und evtl. Kinderzulagen. Hier nochmal eine Zusammenfassung, was alles beachtet werden muss:

  • Vereinbarung mit dem Arbeitgeber: Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit
  • Arbeitgeber zahlt pauschal 15% an Rentenbeitrag
  • Arbeitnehmer zahlt zusätzlich 3,9% an Rentenbeitrag von 400 € = 15,60 €
  • Damit sind 18,9% Rentenbeitrag erreicht = Arbeitnehmer wird unmittelbar förderberechtigt
  • weitere Voraussetzungen: Arbeitsvertrag mit Urlaubsanspruch und Lohn geht auf eigenes Konto

Weitere Vorteile durch die unmittelbare Förderberechtigung:

  • Ehepartner ist nun auch mittelbar förderberechtigt und kann einen eigenen Riester Vertrag abschließen und die staatlichen Zulagen bekommen

​Presseartikel zur Riester-Rente als Renditeturbo für Geringverdiener

Spiegel Online hat im Mai 2013 einen Artikel veröffentlicht, der die Riester-Rente als Renditeturbo für Geringverdiener beschreibt, weil man hohe staatliche Zulagen bekommt. Hier können Sie den Artikel als PDF downloaden:

Wichtiger Hinweis an alle Arbeitgeber

Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, über diese Aufstockungsmöglichkeit zu informieren!

Alle Informationen können Sie bei der Minijob-Zentrale nachlesen:

Hier noch ein Merkblatt zum Download für Sie als PDF (ca. 50 kb)

Erhöhung der Förderquote bei der Riester Rente

Seit dem 01.01.2018 lohnt sich das Riestern für alle noch mehr, weil die Förderquote erhöht wurde:

Rückfragen / Angebotserstellung

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben oder ein Angebot zur Riester-Rente wünschen, senden Sie mir bitte eine E-Mail zu (info@marco-mahling.de) oder nutzen mein Kontaktformular.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.