Leistungen Pflegeversicherung bei Pflegebedürftigkeit

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Leistungen Pflegeversicherung: Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung werden Sie bei der Pflege von Familienangehörigen unterstützen und das finanzielle Risiko bei Pflegebedürftigkeit etwas absichern. Doch die Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung denn sie kann lediglich eine unterstützende Hilfestellung leisten, mit der pflegebedürftige Menschen ein selbst bestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung führen können.

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Leistungen Pflegeversicherung

Denn für eine wirklich gute Betreuung im Pflegefall spielen noch immer weitere Kriterien eine wichtige Rolle wie zum Beispiel Eigenleistungen der Versicherten oder anderer Träger.

Genaue Informationen zu den Leistungen Pflegeversicherung kann man auch auf der Homepage vom Bundesministerium für Gesundheit nachlesen, hier der Link dazu:

Was ist überhaupt ein Pflegefall?

Die Pflegebedürftigkeit i.S. der Pflegepflichtversicherung ist in §14 abs. 1 SGB XI definiert. Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn die betreffende Person infolge

  • einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung
  • für die gewöhnlichen und regelmäßigen wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens
  • auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate
  • in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedarf
  • die Beurteilung und Feststellung der Pflegebedürftigkeit des Pflegebedürftigen muss durch Ärzte und Pflegefachkräfte erfolgen:
    • des medizinischen Dienstes der gesetzlichen Krankenkassen
    • des Sozialmedizinisches Dienstes der Knappschaften und
    • der Medicproof GmbH (private Krankenversicheurngen PKV)

Die Rehabilitierung vor der Pflege

Die medizinische Rehabilitation hat in erster Linie das Ziel die Pflegebedürftigkeit zu verhindern, zu verringern aber auch eine Verschlechterung zu vermeiden. Deshalb wird die Krankenkasse zunächst überprüfen, welche Leistungen für eine medizinische Rehabilitation des Versicherten in Betracht kommen. Denn für die Leistungen Pflegeversicherung ist der Grad der Hilfebedürftigkeit Ihres Angehörigen ein wichtiges Kriterium, das z.B. von dem Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) diagnostiziert wird. Damit aber auch den verschiedenen Anforderungen Rechnung getragen werden kann, wurden von dem Gesetzgeber drei Pflegestufen festgelegt, die zugleich alle Höchstbeträge für die Leistungen der Pflegeversicherung beinhalten. So werden in der Pflegestufe 0 die geringsten und die höchsten Leistungen in der Pflegestufe III erbracht. Anmerkung: Der häufigste Pflegefall in Deutschland ist nicht die Pflegestufe 3, welche regelmäßig in der Werbung ersichtlich ist, sondern die Pflegestufe 1 mit einer Betreuung durch Laienpfleger im häuslichen Umfeld!

  • Pflegestufe 0 – auf Hilfe im Alltag angewiesen (eine genaue Bezeichnung von dieser Stufe gibt es nicht)
  • Pflegestufe I – entspricht einer erheblichen Pflegebedürftigkeit
    • wenigstens 1 mal täglich Hilfebedarf
    • mind. 90 Min. Pflegebedarf/Tag – 45 Min./Tag Grundpflege
    • wöchentlich mehrfache Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung
  • Pflegestufe II – gilt für schwerpflegebedürftige
    • wenigstens 3 mal täglich Hilfebedarf
    • mind. 180 Min. Pflegebedarf/Tag – 120 Min./Tag Grundpflege
    • wöchentlich mehrfache Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung
  • Pflegestufe III – gilt für Schwerstpflegebedürftige
    • täglich – rund um die Uhr – und auch nachts Hilfebedarf
    • mind. 300 Min. Pflegebedarf/Tag – 240 Min./Tag Grundpflege
    • wöchentlich mehrfache Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung
Leistungen Pflegeversicherung

Alle Leistungen und Zuschüsse im Detail aus der Pflegeversicherung können Sie hier einsehen als Download (Dokument vom Bundesministerium für Gesundheit):

Was die Pflegeversicherung leistet

Damit Sie die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen finanzieren können, werden von der Pflegeversicherung auch Geld- oder Sachleistungen erbracht. Wobei eine Kombination von Pflegesachleistungen und Pflegegeld generell möglich ist. Darüber hinaus werden insbesondere Leistungen angeboten wie:

  •  technische Hilfen und Pflegehilfsmittel
  •  Pflegekurse für Sie und ehrenamtliche Pflegepersonen
  •  eine Pflege für Tag und Nacht
  •  Zuschüsse für eine pflegegerechte Gestaltung des Wohnumfeldes Ihres Angehörigen
  •  sowie Pflegegeld für Pflegehilfen die Sie selbst beschafft haben

Die stationäre und häusliche Pflege im Detail

Häusliche Pflege

Werden die Pflegeleistungen im ambulanten Bereich (häusliche Pflege) in Anspruch genommen erhalten Ihre Pflegebedürftigen Angehörigen ein Pflegegeld in der Pflegestufe I von 235 Euro, in der Pflegestufe II 440 Euro und in der Pflegestufe III 700 Euro.

Doch Sie haben auch die Möglichkeit die Hilfeleistungen von professionellen Pflegediensten wie beispielsweise von Sozialstationen ausführen zu lassen, die dann von den Pflegekassen als Pflegesachleistung bezahlt werden. Dafür stehen Leistungen von 450 Euro in der Pflegestufe I und 1100 Euro in der Pflegestufe II zur Verfügung, während pflegebedürftige Angehörige 1550 Euro in der Pflegestufe III erhalten. In sogenannten Härtefällen, die für besonders schwer pflegebedürftige Menschen gelten, wird monatlich ein Betrag von 1918 Euro im Rahmen der Leistungen Pflegeversicherung veranschlagt.

Stationäre Pflege

Reicht die häusliche Pflege jedoch nicht aus, dann ist auch eine Betreuung Ihres Angehörigen in einer teil- oder vollstationären Einrichtung möglich. In diesem Fall umfassen die Leistungen der Pflegeversicherung für die Behandlungs- und Grundbetreuung sowie für die hauswirtschaftliche Versorgung 1023 Euro in der Pflegestufe I, 1279 Euro in der Pflegestufe II und 1550 Euro in der Pflegestufe III. Sollte ein sogenannter Härtefall vorliegen, dann übernehmen die Leistungen Pflegeversicherung 1918 Euro. Wichtig: Die Heimbewohner müssen die Kosten für Verpflegung und Unterkunft mit eigenen finanziellen Mitteln bezahlen! Wie hoch die Kosten für ein stationäres Pflegeheim sind, kann man über die AOK ganz gut feststellen: AOK Pflegeheimnavigator

Private Pflegeversicherung – welche Formen der Absicherung gibt es?

Nachfolgend stelle ich Ihnen die einzelnen Versicherungsformen bei der privaten Pflegezusatzversicherung näher vor. Die private Pflegeversicherung hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, weil die Menschen statistisch gesehen immer älter werden und dadurch die Anzahl der Pflegefälle immer mehr zunimmt. Entsprechend groß und verwirrend ist das Angebot an Versicherungsformen und Tarifen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, eine unabhängige Beratung bei einer Verbraucherzentrale oder bei einem Versicherungsmakler in Anspruch zu nehmen, der sich auf dieses Thema spezialisiert hat.

Die Leistungen Pflegeversicherung für Pflegende

Wenn Sie als Angehöriger die Betreuung für die Pflege Ihres Familienmitgliedes übernehmen erhalten Sie ein monatliches Pflegegeld und sind während dieser Zeit automatisch unfall- und rentenversichert vorausgesetzt Sie erreichen eine Mindestanzahl an Pflegestunden. Dabei hat einen Anspruch auf Leistungen Pflegeversicherung jeder Versicherte, der mindestens zwei Jahre vor Antragstellung in einer Pflegekasse versichert war.

Die Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung ist die private Pflegezusatzversicherung, die am weitesten verbreitet ist. Für jeden Tag, an dem eine Pflegebedürftigkeit besteht, wird eine Pauschale gezahlt, deren Höhe im voraus vereinbart wird. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Beiträge zur Pflegezusatzversicherung umso höher sind, je höher das Pflegetagegeld ist. Weitere Faktoren, die bei der Berechnung der Beiträge eine Rolle spielen sind das Alter und der Gesundheitszustand der versicherten Person. Eine 45jährige Person muss mit einem durchschnittlichen monatlichen Beitrag in Höhe von 56 Euro rechnen. Für eine 55jährige Person erhöht sich dieser Beitrag auf 87 Euro. Dies alles sind jedoch Durchschnittswerte, sodass es von Fall zu Fall zu beträchtlichen Schwankungen kommen kann.
Das Einkommen des Versicherten spielt bei der Berechnung der Beiträge überhaupt keine Rolle.

Die private Pflegezusatzversicherung kann unterteilt werden in eine private Pflegezusatzversicherung mit statischen Tarifen und eine private Pflegezusatzversicherung mit flexiblen Tarifen.
Personen, die sich für einen statischen Tarif entscheiden, können für die Pflegestufe III ein Pflegetagegeld bis zur Höhe von 150 Euro pro Tag (= 4.500 € mtl.) vereinbaren. Für die Pflegestufen 0, I und II werden anteilige Beträge gezahlt.
Für die Pflegestufe 0 (=Demenz ) liegt der prozentuale Anteil zwischen 10 – 40%,
für die Pflegestufe I bei 20 – 40% und
für die Pflegestufe II bei 50 – 50%
des Pflegetagegeldes, das in der Pflegestufe III gezahlt wird.

Flexible Tarife haben den Vorteil, dass der Versicherte selbst bestimmen kann, wie hoch das Pflegetagegeld in den einzelnen Pflegestufen ausfallen soll. Die einzige Voraussetzung ist, dass in einer höheren Pflegestufe kein niedrigeres Pflegetagegeld als in einer höheren Pflegestufe vereinbart werden darf. Sofern es der Versicherte wünscht, kann er für jede Pflegestufe 100% des Pflegetagegeldes erhalten.

Vorteile
Die Pflegetagegeldversicherung ist eine flexible private Pflegeversicherung. Das Pflegetagegeld kann frei verwendet werden. Aus diesem Grunde ist auch kein Kostennachweis erforderlich.

Nachteile
Die Leistungen der privaten Pflegezusatzversicherung werden in der Regel nicht automatisch an die steigenden Kosten angepasst.
Außerdem sind Beitragserhöhungen möglich. Wer die Beitragszahlung unterbricht oder die private Pflegeversicherung kündigt, verliert in der Regel das Geld, das er bereits in den Versicherungsvertrag eingezahlt hat, außer der Versicherte hat sich für eine Pflegerentenversicherung entschieden.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung ist eine private Pflegeversicherung, die die tatsächlichen Kosten der Pflege übernimmt, die nach der Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung übrig geblieben sind. Der Versicherte kann die Kostenübernahmen bis zu einem bestimmten Prozentsatz oder bis zu einer festen Jahresgrenze vereinbaren.

Vorteile
In Kombination mit der gesetzlichen Pflegeversicherung ist eine volle Kostenübernahme möglich. Außerdem können die Leistungen der Pflegekostenversicherung regelmäßig an die allgemeine Kostenentwicklung angepasst werden.

Nachteile
Im Pflegefall kann der Versicherte nicht frei über das Geld verfügen. Es werden nur die tatsächlich anfallenden Kosten übernommen, die direkt abgerechnet werden müssen.
Kosten für eine Haushaltshilfe oder ähnliche Ausgaben können nicht über die Pflegekostenversicherung abgerechnet werden.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Pflegekostenversicherung vor allem professionelle Pflegeleistungen abrechnen soll.
Aus diesem Grunde kann es passieren, dass kein Geld gezahlt wird, wenn die Angehörigen die Pflege übernehmen.
Beitragserhöhungen sind jederzeit möglich. Außerdem kann der Versicherte nur kurzzeitig von der Beitragszahlung freigestellt werden. Bei einer Kündigung der Pflegekostenversicherung verfallen die bereits eingezahlten Beiträge.

Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung ist eine private Pflegeversicherung in Kombination mit einem Sparvertrag. Der Versicherte kann frei wählen, ob er im Pflegefall eine monatliche Rente oder eine Einmalzahlung erhalten möchte. Die Höhe wird im voraus vereinbart.
Ein Teil des angesparten Geldes wird bei einer Kapital-Lebensversicherung angelegt, wobei der Versicherte einen Garantiezins in Höhe von derzeit 1,25% erhält.

Vorteile
Die Beiträge können über die gesamte Laufzeit stabil gehalten werden. Außerdem ist das monatlich ausgezahlte Geld frei verfügbar und kann sowohl für direkte Pflegeleistungen als auch für eine Haushaltshilfe oder vergleichbare Dienstleistungen verwendet werden.
Bei der Pflegerentenversicherung ist es leichter als bei anderen Versicherungsformen, die Beitragszahlung eine zeitlang auszusetzen. Im Falle der Pflegebedürftigkeit wird die Pflegerentenversicherung beitragsfrei gestellt.
Verstirbt der Versicherte, ohne vorher pflegebedürftig gewesen zu sein, erhalten die Angehörigen einen Teil der vereinbarten Versicherungssumme ausgezahlt.

Nachteile
Die private Pflegerentenversicherung ist fast doppelt so teuer wie die private Pflegetagegeldversicherung. Dies liegt ganz wesentlich daran, dass es sich bei der Pflegerentenversicherung sowohl um einen Sparvertrag als auch um eine private Pflegezusatzversicherung handelt. Außerdem sind die Leistungen, die im Versicherungsfall ausgezahlt werden, teilweise von der Entwicklung am Kapitalmarkt abhängig. Es ist nur auf die Rente Verlass, die bereits im voraus vereinbart wurde. Ob zusätzlich Überschüsse erwirtschaftet und teilweise an den Versicherten ausgezahlt werden können, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.

private Pflegeversicherung als Pflege-Bahr

Seit Anfang 2013 besteht die Möglichkeit, eine private Pflegezusatzversicherung in Form eines Pflegetagegeldes abzuschließen und dafür eine staatliche Förderung zu erhalten. Diese Förderung ist ab dem 18. Lebensjahr möglich und wird als Pflege-Bahr bezeichnet. Zum Antragszeitpunkt darf keine Pflegebedürftigkeit vorliegen. Außerdem muss die Pflegezusatzversicherung eine jährliche Mindestleistung in Höhe von 600 Euro in der Pflegestufe III garantieren können. Sofern der monatliche Beitrag mindestens 10 Euro beträgt, zahlt der Staat eine Zulage von 5 Euro pro Monat.
Genauso wie bei einer ungeförderen Pflegezusatzversicherung gibt es auch beim Pflege-Bahr erhebliche Unterschiede bei den Leistungen im Pflegefall. Aus diesem Grunde wird eine unabhängige Beratung bei einem Versicherungsmakler empfohlen.

Tipp
Personen, die noch keine Vorerkrankungen haben, sollten eine ungeförderte private Pflegeversicherung abschließen. Hier sind die Leistungen in der Regel deutlich höher als beim Pflege-Bahr.

Vorteile
Im Rahmen des Pflege-Bahr darf kein Versicherungsantrag abgelehnt werden. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse sind ebenfalls nicht möglich. Für die Höhe der Beiträge ist nur das Alter bei Versicherungsabschluss und der Leistungsumfang maßgebend. Die Gesundheit des Versicherten spielt hingegen überhaupt keine Rolle.

Nachteile
Die Leistungen des Pflege-Bahr reichen oftmals nicht aus, um den Bedarf im Pflegefall zu decken. Außerdem müssen die Beiträge zur Pflegeversicherung auch gezahlt werden, wenn Pflegebedürftigkeit eingetreten ist.
Darüber hinaus besteht oftmals eine sehr lange Wartezeit von der Unterzeichnung des Versicherungsvertrages bis zur Leistungsgewährung. Im ungünstigsten Fall können 5 Jahre vergehen.
In vielen Fällen sind die Pflege-Bahr-Tarife deutlich leistungsschwächer als andere Tarife in der privaten Pflegezusatzversicherung.
Aufgrund der fehlenden Grundheitsprüfung sind die Versicherer sehr zurückhaltend, wenn es um die Leistungen im Pflegefall geht.
Oftmals wird nur die Mindestabsicherung in Höhe von 600 Euro pro Jahr in der Pflegestufe III gewährt. Dies gilt vor allem für Personen, die bei Versicherungsabschluss 45 Jahre oder älter sind.
Die Beiträge können im Laufe der Zeit kontinuierlich steigen.

Mit einer Pflegezusatzversicherung die finanzielle Lücke schließen

Doch trotz einer erhöhten Zuwendung werden noch immer nicht die realen Kosten mit der gesetzlichen Pflegeversicherung abgedeckt. Deshalb sollte mit einer Pflegezusatzversicherung die finanzielle Lücke geschlossen werden, damit Sie nicht im Alter bei eventueller Pflegebedürftigkeit auf Ihre Kinder angewiesen sind (Kinder haften für ihre Eltern bei der Pflegeversicherung!). Denn ob ein Umzug ins Pflegeheim ansteht oder ein häuslicher Pflegedienst beauftragt wird – oft reichen die Leistungen Pflegeversicherung oder auch die Rente nicht aus und dann werden die eigenen Kinder zur Kasse gebeten. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Sie jedoch die hohen Kosten auffangen.

Dafür bietet die private Pflegezusatzversicherung drei verschiedene Varianten an mit der Pflegerente, dem Pflegetagegeld und der Pflege-Bahr als staatlich geförderte Pflegeversicherung. Bei der Pflegerente haben Sie den Vorteil, dass das eingezahlte Geld im günstigsten Fall, wenn kein Pflegefall eingetreten ist oder es benötigt wird, wieder ausbezahlt werden kann. Es handelt sich dabei um keine reine Risikoabsicherung.Wie die neuen Pflege Bahr Tarife seit 2013 genau funktionieren und deren steuerliche Absetzbarkeit, das können Sie auf meinem Blog nachlesen:

Checkliste Pflegezusatzversicherung

Mit der Checkliste Pflegezusatzversicherung prüfen Sie, ob Ihre Zusatzversicherung bestimmte Leistungen übernimmt. Da es viele verschiedene Pflegezusatzversicherungen gibt, und diese ein sehr unterschiedliches Leistungsspektrum haben, macht ein Vergleich vor Abschluss eines Vertrages Sinn.

Einfacher Nachweis der Pflegebedürftigkeit

Zum Nachweis der Pflegebedürftigkeit sollte die Zusatzversicherung den Einstufungsbescheid der gesetzlichen Pflegeversicherung anerkennen und die von der gesetzlichen Pflegekasse festgelegte Pflegestufe zur Leistungsbemessung übernehmen. Die Wartezeit sollte möglichst gering sein. Idealerweise gibt es gar keine vertraglich vereinbarte Wartezeit, in der die Pflegezusatzversicherung nicht leisten muss, obwohl Sie bereits pflegebedürftig geworden sind.

Leistungen bei Demenz

Bei Demenzerkrankungen sollte die Pflegezusatzversicherung bereits ab einer Pflegestufe von 0 leisten. Bei der Auswahl des Versicherungsmodells sollten Se darauf achten, dass Sie ab Pflegestufe I keine Prämien mehr zahlen müssen. Prüfen Sie außerdem, ob Sie innerhalb der einzelnen Pflegestufen bei häuslicher und bei stationärer Pflege dieselben Beiträge zahlen müssen.

garantierte Leistungen

Letztlich können Sie nur sicher sein, ob Ihre Pflegezusatzversicherung leistet oder nicht, wenn im Vertrag garantierte Leistungen festgeschrieben sind. Überdies sollten die Leistungen in allen Pflegestufen ausreichend sein. Als Richtwert gelten hier etwa 40 % in Pflegestufe I, 70 % in Pflegestufe II und 100 % ab Pflegestufe III.

Keine weiteren Gesundheitsprüfungen

Ihr Versicherer sollte die Leistungsübernahme kontinuierlich erhöhen und an die steigenden Pflegekosten anpassen, ohne dass Sie immer wieder neue Fragebögen ausfüllen müssen. Der Versicherungsschutz sollte zudem erst mit dem Tod enden. Er sollte auch bei einem Umzug ins europäische Ausland weiterhin bestehen.

Einmalleistungen und Sofortleistungen

Pflegezusatzversicherungen, die bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit eine Einmalauszahlung oder Sofortleistung ausschütten, können vorteilhaft sein. Verträge, die nur bei unfallbedingter Pflegebedürftigkeit zahlen, sollten Sie meiden. Hier stellt sich die Frage, wann überhaupt ein Unfall vorliegt und wann nicht. Sicherlich wären Sie nicht begeistert, wenn Sie aufwändige Prüfungen über sich ergehen lassen müssen und Sie sich unmittelbar nach dem Unfall Gedanken machen müssen, ob Ihre Versicherung zahlt oder nicht.

Keine Leistungskürzungen bei Laienpflege

Werden Sie im Pflegefall voraussichtlich von Angehörigen gepflegt, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Tarif keine Klausel enthält, die eine Leistungskürzung bei häuslicher Laienpflege vorsieht. Sinnvoll ist in diesem Fall eine Pflegerentenversicherung, die bei häuslicher Laienpflege oftmals dasselbe leistet wie bei professioneller Pflege. Manche Pflegekostenversicherungen zahlen bei häuslicher Laienpflege überhaupt nicht, diese Tarife sollten Sie grundsätzlich meiden.

Lockangebote

Vorsicht sollten Sie bei Billig-Tarifen und sogenannten Lockangeboten walten lassen. Das Leistungsspektrum ist häufig eingeschränkt, nicht selten werden nur Pflegebedürftige in Pflegestufe III unterstützt. Sie sollten sich die Vertragsbedingungen daher besonders genau durchlesen und im Zweifel lieber die Finger von solch einem Tarif lassen.

Da das Angebot an privaten Pflegezusatzversicherungen sehr hoch ist, lohnt es sich die verschiedenen Tarife der Anbieter zu vergleichen. So stellen Sie jedenfalls sicher, dass Ihnen oder Ihrem Angehörigen der bestmögliche Versicherungsschutz zuteil wird.

Rückfragen / Angebotserstellung

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben zu den Leistungen Pflegeversicherung oder ein Angebot wünschen zur Schließung der Vorsorgelücke, senden Sie mir bitte eine E-Mail zu ([email protected]) oder nutzen mein Kontaktformular.

Sie können auch diesen Fragenbogen nutzen um mir Ihren gewünschten Versicherungsschutz mitzuteilen:

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Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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