Bitcoin-Artikelreihe Teil 3: Mining: wie, wieso, wieso nicht

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Die Sicherheit und Transparenz der Blockchain beruht darauf, dass alle darin gespeicherten Transaktionen immer und immer wieder nachgeprüft und nachgerechnet werden. Je mehr Teilnehmer diese Prüfungen durchführen, desto sicherer wird die Blockchain. Das Prüfen dieser Transaktionen wird als ‚Mining‘ bezeichnet, also ‚schürfen‘ – weil der Miner hie und da auf eine Belohnung für die Rechenleistung stoßen kann.

Die Hausregel für die Sicherheit besagt, dass eine Organisation, die einen Fehler in die Blockchain einspeisen will, alleine mehr Rechenpower besitzen muss, als alle Miner der ganzen Welt zusammen. Und dies ist auch nur die Theorie, denn diese Organisation müsste zudem die Rechenkraft immer zur richtigen Zeit und an der richtigen Stelle der Blockchain gezielt einsetzen.

Was geschieht beim Mining?

Jedes Glied aus der Blockchain hat einen Eingangs- und einen Ausgangswert. Der Ausgangswert des einen Blocks ist der Eingangswert des nächsten. Dadurch, dass diese beiden Werte übereinstimmen, zeigt jeder Block an, dass der vorangegangene Block ebenfalls korrekt ist. Dieser bestätigt allerdings auch wieder einen Block, der in der Kette vor ihm sitzt, und so weiter. Damit wird die Korrektheit der ganzen Kette (=Chain) bestätigt.

Ein Krypto-Miner nimmt meist seinen eigenen Computer oder ein speziell auf Mining ausgelegtes Rechengerät, und überprüft einzelne Blocks. Da alle Werte der Blockchain kryptographisch verschlüsselt sind, können sie nicht rückwärts gerechnet und dadurch überprüft werden. Stattdessen werden alle möglichen Werte durchprobiert. Dann wird gefragt: stimmt der Wert nach der Entschlüsselung mit dem Ausgangswert des Blocks überein? Diese Frage wird so lange wiederholt, bis es einen Treffer gibt. Weil hinter diesem Probierverfahren keine Intelligenz steckt, wird es als ‚Brute Force‘, also wörtlich als rohe Gewalt bezeichnet.

Teil des Blockchain-Verfahrens ist es, dass Miner für diese Überprüfung – die ja die Sicherheit der Blockchain aufrechterhält – mit Anteilen an der Kryptowährung bezahlt werden. Das bekannteste Beispiel ist der Bitcoin und dessen ‚kleiner Bruder‘, der Satoshi. Für jede bestätigte Berechnung aus Anfangswert, Schlüssel und Ausgangswert erhält der Miner eine bestimmte Anzahl der Kryptowährung – in unserem Fall also Satoshi. Einhundert Millionen Satoshi sind 1 Bitcoin. Es gibt keine fixe Anzahl an Satoshi pro bestätigtem Wert, sondern der Algorithmus der Blockchain ist so gestaltet, dass alle 10 Minuten insgesamt 1 Bitcoin, also 100.000.000 Satoshi ausgeschüttet werden. Diese Ausschüttung geschieht immer unter der von allen Minern zur Verfügung gestellten Rechenpower, das heißt, je mehr Miner es gibt, desto schlechter stehen die Chancen, eine Vergütung zu kassieren.

Die beste Methode des Minings

Beim Mining gilt nur eine Disziplin, und das ist die Anzahl an Rechenoperationen, die pro Sekunde durchgeführt werden kann. Über normale CPUs über die Chips der Grafikkarte – den GPUs – wurde alles eingesetzt, um möglichst beim Mining die Nase vorn zu haben.

Inzwischen sind längst ASIC-Chips (ASIC = Application-specific integrated Circuit) erhältlich, das sind speziell für das Mining entwickelte Chips, die in Geräten namens Avalon oder Antminer verbaut sind, die speziell zum Krypto-Mining verkauft werden.

Die Entwicklung der Hardware wurde dadurch nötig, dass immer die Rechnung aufgestellt werden muss, wieviel Bitcoin in einer bestimmten Zeit geschürft werden kann, und wie hoch die Kosten für die benötigte Energie sind. Mit wachsender Anzahl der Miner weltweit wurde dieses Verhältnis immer ungünstiger für den Miner.

Lohnt sich Mining noch?

Die Antwort ist ein klares Nein. Schon längst ist die benötigte Energie für das Mining hierzulande nicht mehr bezahlbar. Selbst wer selber Strom erzeugt, zum Beispiel durch eine Solaranlage auf dem Dach, verdient mehr Geld, in dem er die Energie ins Netz zurückspeist und dafür per Energie-Einspeisungs-Gesetz vergütet wird. Mehr dazu hier.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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