Es stellt sich immer wieder die Frage, was bei PKV Kurzarbeit passiert, bzw. wie die Situation bezüglich der Versicherung dann gehandhabt wird. Muss der Versicherte dann aus der PKV austreten?PKV Kurzarbeit
Eine private Krankenversicherung ist für den sozialversicherungspflichtigen Angestellten immer dann möglich, wenn die Jahresarbeitentgeltgrenze überschritten wird. Sollte der Fall einer Kurzarbeit eintreten, dann wird fiktiv weiter die ehemalig Jahresarbeitentgeltgrenze angenommen und als Berechnungsgrundlage genommen. Aus dieser Berechnung ergeben sich folgende Regelungen:

1. Pflichtversicherte Arbeitnehmer, die GKV-freiwillig versichert sind

Wenn ein Arbeitnehmer über der Jahresarbeitentgeltgrenze liegt, dann wird die sogenannte 3-Jahresfrist nicht tangiert; auch nicht wenn eine Weile Kurzarbeit dazwischen lag.
Die PKV Beiträge Kurzarbeit werden nicht verändert.

2. Freiwillig, privat Versicherte Arbeitnehmer

Auch während der Kurzarbeit bleibt der Versichertenstatus erhalten. Die Beitragszahlungen laufen in gewohnter Höhe weiter. Bei Kurzarbeit erhählt der Arbeitnehmer hier einen höheren Zuschuss des Arbeitgebers. Die PKV Beiträge Kurzarbeit erhöhen sich also nicht für den Arbeitnehmer.

3. Versicherte Arbeitnehmer der PKV

Wenn ein privat versicherter Arbeitnehmer die Jahresarbeitentgeltgrenze wegen Kurzarbeit unterschreitet, dann ist der Versicherte nicht in der GKV versicherungspflichtig.
Er könnte also hier aus der privaten KV in die gesetzliche KV wechseln, um Geld zu sparen.

Eine Ausnahme gibt es – das Transferkurzarbeitsgeld bei PKV Kurzarbeit

Bei Transferkurzarbeitsgeld ist sicher, dass die Stellen abgebaut werden. Bei der normalen Kurzarbeit werden diese später wieder auf die volle Lohn- und Stundenhöhe angehoben.
Bei der Kurzarbeit in einer Transfergesellschaft, wird dieses Geld aus der Kurzarbeit noch eine Weile gezahlt und die PKV Kurzarbeit sollte nicht zu sofort gekündigt werden, da zu dem Zeitpunkt noch unklar ist, welcher Arbeitsplatz anschließend besetzt wird.
Auch dann, wenn die Versicherungspflicht sofort in Kraft tritt, sollten die PKV Beiträge Kurzarbeit nicht sofort gekündigt werden. Die PKV Kurzarbeit kann noch eine Weile erhalten bleiben, um alle Vorteile weiter nutzen zu können.
Selbst bei Arbeitslosigkeit ist die Weiterführung einer PKV oftmals möglich; hier sollte mit dem Berater der Agentur für Arbeit gesprochen werden.
Anwartschaft und Umwandlungsrecht sind nur einige Punkte, die hier geklärt werden sollten. Eventuell besteht das Recht, den Vertrag in eine Zusatzversicherung zu wandeln.
Wichtig: erst erkundigen, ehe eine PKV Kurzarbeit gekündigt wird. Oft kann die Mitgliedschaft bestehen bleiben oder zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden.

Rückfragen

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben zur PKV Kurzarbeit, so senden Sie mir bitte eine Email zu (info@marco-mahling.de), nutzen mein Kontaktformular oder das Chat-Fenster unten rechts wenn ich online bin.

Marco Mahling
Über Marco Mahling
Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien. Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.
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