Private Krankenversicherung: Gefahr und Chance der Selbstbeteiligung

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Verbraucher, die ihre gesundheitliche Absicherung neu ausrichten möchten, stoßen sehr schnell auf Krankenversicherungen mit Selbstbeteiligung. In großem Stil wird diese Klausel heute in den Vertrag integriert, wo sie ahnungslose Kunden immer wieder übersehen. Doch wann kann es sich lohnen, die Selbstbeteiligung in den Vertrag zu integrieren? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Punkte, die hierbei eine Rolle spielen. 

Vorsicht Intransparenz

Durch die Masse an unterschiedlichen Vergleichsangeboten stehen die Versicherer unter dem Druck, besonders attraktive Angebote zu formulieren. Der Fokus liegt eindeutig auf dem monatlichen Beitrag. Aus der Sicht der Kunden handelt es sich hier um das entscheidende Kriterium. Hier findet jedoch eine Überbewertung statt, denn ohne den Blick auf andere Klauseln kann dem monatlichen Beitrag keine große Aussagekraft zugeschrieben werden. 

Viele Versicherer tricksen in diesen Tagen geschickt, um den monatlichen Beitrag auf ein möglichst niedriges Niveau zu senken. Aus finanzieller Sicht ist dies vor allem mithilfe der Selbstbeteiligung möglich. Im Schadenfall muss der Versicherte eine in der Regel dreistellige Summe selbst bezahlen. Den dadurch hinzugewonnenen finanziellen Spielraum kann die Versicherung in der Folge für die Reduktion des laufenden Beitrags einsetzen. In Wirklichkeit bessert sich dadurch das erreichte Verhältnis von Preis und Leistung jedoch nicht. 

Der Einsatz dieses Mittels fällt bei den einzelnen Versicherern sehr unterschiedlich aus. Die vollständige Private Krankenkassen Liste als neutrale Übersicht über die Unternehmen, welche als Vertragspartner infrage kommen, ist auch auf dieser Seite zu finden.

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Die Selbstbeteiligung instrumentalisieren

In der Regel bieten seriöse Versicherer ihren Kunden selbst die Möglichkeit, die Höhe der Selbstbeteiligung zu wählen. Dadurch ist es möglich, die Klausel im eigenen Sinne zu nutzen, um aus der Gefahr eine Chance zu machen. Ist es zum Beispiel aufgrund eines schwankenden monatlichen Einkommens nicht möglich, den hohen monatlichen Beitrag zu bezahlen, so kann die Selbstbeteiligung hier Erleichterung bieten. 

Doch Vorsicht: Zwar scheint die Gefahr zu hoher monatlicher Zahlungen gebannt, doch im Krankheitsfall ist es noch immer notwendig, einen Teil der Kosten selbst zu tragen. Dies beginnt bereits mit dem kurzen Besuch beim Zahnarzt und kann sich bis zum Aufenthalt im Krankenhaus ziehen. Die Höhe der Selbstbeteiligung muss deshalb so angesetzt sein, dass sie mit dem persönlichen Vermögen noch in Einklang gebracht werden kann. Weiterhin bietet sich die Möglichkeit, zu einer Limitierung zu greifen. So wachsen die Kosten nicht bis auf unüberschaubare Beträge an.

Die Beitragsstabilität beachten

Ebenso wichtig für die Wahl des Versicherers ist auf der anderen Seite die Stabilität seiner Beiträge. In der Praxis kommt es hier immer wieder zu deutlichen Schwankungen, die nicht im Sinne der Versicherten sein können. Die historische Übersicht zu den Preisen, die in der Regel auf der Homepage präsentiert wird, ist hier eine wichtige Unterstützung. Dank ihr ist es möglich, sich direkt über die Entwicklung der letzten Jahre in Kenntnis zu setzen. Je besser die Einnahmebasis ist, über welche die Versicherung verfügt, desto günstiger entwickeln sich an und für sich auch die Tarife für die Versicherten. Es handelt sich somit um ein Kriterium, das vorausschauend im eigenen Sinne genutzt werden kann, um ein ideales Ergebnis zu erzielen. Die wenige Minuten andauernde Recherche, die dafür notwendig ist, lohnt sich in jedem Fall. 

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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