Sorgenfrei in Rente gehen und bleiben

Die Zahlen im Zukunftsreport des Bundesministeriums für Bildung und Forschung klingen alarmierend. Die erwerbstätige Bevölkerung in Deutschland soll bis 2040 um etwa ein Fünftel zurückgehen. Immer weniger Erwerbstätige müssen immer mehr Rentner unterstützen. Und die sogenannten Silver Ager leben immer länger, was zu einer enormen Herausforderung für das komplette Sozialsystem wird. Rentenkassen, Kranken- und Pflegeversicherungen werden stärker belastet. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass über 80-jährige putzmunter sind und ohne Arzt auskommen. Die Sozialversicherungssysteme werden den demographischen Wandel nicht mehr allein schultern können. Private Vorsorge mit professioneller Beratung tut also not, damit Erwerbstätige sorgenfrei in Rente gehen können und eine gewisse Lebensqualität gewährleistet ist. Die drei wichtigsten Hebel erläutern wir kurz.

Kosten einsparen

Damit muss nicht bis zur Rente gewartet werden. Eine permanente Überprüfung der Ausgaben hilft, Sparpotenziale zu finden. Idealerweise wird Mitte des Jahres überprüft, welche Kosten für Strom, Smartphone, Versicherungen, Konten und Karten anfallen. Heute ist es sehr einfach, über Vergleichsportale die individuell passenden Angebote zu finden. Die meisten bezahlen beispielsweise für eine Kreditkarte noch Gebühren. Das muss aber nicht sein. Es gibt zahlreiche Anbieter, die kostenlose Kreditkarten ausgeben und auch für Bargeld-Abhebungen im Ausland keine Gebühren verlangen. Gut für die Reisekasse – nicht nur im Alter.

Finanzielles Polster aufbauen

Die gesetzliche Rente wird künftig nur noch als Grundsicherung dienen können. Bei einem Anteil von 43 % vom Bruttolohn kann sich jeder selbst ausrechnen, was übrig bleibt. Wer Glück hat, bekommt vom Arbeitgeber noch eine Betriebsrente, die er dazurechnen kann. Um die noch vorhandene Lücke zum gewünschten Lebensstandard zu schließen, muss eine private Vorsorge her. Entweder staatlich gefördert, wie beispielsweise über die betriebliche Altersvorsorge. Oder aber über eine private Renten- oder Kapitallebensversicherung. Parallel kann natürlich auch Vermögen angespart werden. Dafür gibt es risikoarme, niedrig verzinste Sparpläne oder riskantere Aktienkäufe, Aktienfonds und Investmentfonds. Egal, welche Anlageform letztendlich präferiert wird, vor der Entscheidung am besten die Expertise von Finanzberatern einholen. So findet jeder die optimale Anlagestrategie, die auch steuerliche Vorteile berücksichtigt.

Immobilien – Selbstnutzung oder Kapitalanlage

Eine Möglichkeit, um als Rentner Geld zu sparen, ist eine eigene Immobilie zur Selbstnutzung, die bei Renteneintritt abbezahlt ist. So kann die Mietpreisentwicklung entspannt verfolgt werden. Aber auch wenn keine Miete mehr bezahlt wird, sollte doch monatlich ein bestimmter Betrag für Sanierungs- und Instandhaltungskosten zurückgelegt werden. Eine Immobilie kann natürlich auch als Kapitalanlage dienen mit den monatlichen Mieteinkünften. Auch hier sollte der steuerliche Aspekt berücksichtigt werden. Alle mit der Immobilie verbundenen Kosten können steuerlich abgesetzt werden – das gilt auch für die Finanzierungskosten. Alle Einkünfte müssen wiederum versteuert werden.

Rechtzeitig vorsorgen

Es gibt verschiedene Strategien, um im Rentenalter sorgenfrei leben zu können. Das sind zum einen die Renten-Bausteine mit gesetzlicher und privater Rente. Zum anderen ist es die Anlagestrategie, um sich ein finanzielles Polster zu schaffen. Neben dem Kapitalaufbau kann auch Geld eingespart werden. Dazu sind regelmäßige Überprüfungen der monatlichen Ausgaben sehr hilfreich. Ganz wichtig ist aber, rechtzeitig mit der Vorsorge zu beginnen und nicht bis kurz vor Renteneintritt zu warten. Die monatlichen Belastungen sind dann um ein Vielfaches höher und gehen zu Lasten der Lebensqualität. Für das Alter vorsorgen heißt nicht, jetzt auf alles zu verzichten.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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