TK Depressionsatlas: Niedergeschlagenes Deutschland

Die Techniker Krankenkasse (TK), Deutschlands größte Krankenkasse, hat den TK Depressionsatlas 2015 vorgestellt, der verdeutlicht, dass die Beschäftigten immer häufiger und länger aufgrund von Depressionen ausfallen. Die Fehlzeiten sind von 2002 bis TK Depressionsatlas2013 fast 70 Prozent angestiegen. Dabei sind die Ausfallzeiten in Hamburg, Berlin und Schleswig-Holstein durch die Erkrankung Depression am längsten. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass laut Vorstandsvorsitzenden Baas jeder Angestellte einen Tag wegen Depressionen krank geschrieben war. Im Vergleich zu Krankheiten wie Rückenbeschwerden sind zwar weniger Menschen betroffen, allerdings fallen depressive Personen lange aus, denn im Durchschnitt sind es 64 Tage.

TK Depressionsatlas: Die Unterschiede zwischen Region und Beruf

Der TK Depressionsatlas verdeutlicht, dass die Ausfallzeiten aufgrund einer Depression auch vom Beruf abhängen. Insbesondere Arbeitnehmer, die einem hohen Stresslevel sowie einer großen psychischen Belastung ausgesetzt sind, fallen wegen dieser Erkrankung aus (nachlesen können Sie das in der aktuellen Pressemitteilung). Im Jahr 2013 waren es beispielsweise in der Altenpflege pro Erwerbsperson 2,5 Fehltage, in den Erziehungsberufen hingegen nur 1,6 Tage. Die Spitze jedoch bilden die Callcenter, denn hier betrug die Fehlzeit durchschnittlich 2,8 Tage. Neben den Berufen gibt es auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie beim Alter. Die Frauen sind im Vergleich zu Männern im Durchschnitt 0,5 Tage länger krank geschrieben, wobei die Fehlzeiten zudem mit dem Alter steigen. Ab dem 60. Lebensjahr nehmen sie dann wieder ab. Betrachtet man die Regionen, war der Anteil der Fehlzeiten aufgrund einer Depression im Jahr 2013 mit 1,4 Fehltagen in Hamburg am höchsten. Auf Platz 2 und 3 liegen mit 1,3 Tagen Berlin und Schleswig-Holstein. Baden-Württemberg weist mit 0,8 Tagen die kürzesten Fehlzeiten auf.

Ausfalltage aufgrund einer Depression nehmen immer mehr zu

Auch die aktuellen Ergebnisse der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) bestätigen, dass Arbeitnehmer immer häufiger und länger wegen psychischer Erkrankungen ausfallen, beispielsweise aufgrund von Depressionen und Angststörungen. Die psychischen Erkrankungen belegen mit 17 Prozent der Ausfalltage im Jahr 2014 mittlerweile den zweiten Platz bei den häufigsten Gründen für eine Krankschreibung. Platz 1 übernehmen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, zum Beispiel Rückenschmerzen. Betrachtet man den Anstieg der Fehltage aufgrund einer Depression im Jahr 2014 im Gegensatz zu noch vor zehn Jahren, sind diese Zahlen erschreckend. Mit 112 Fehltagen auf 100 Versicherte hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt.

Eine frühzeitige Berufsunfähigkeitsabsicherung ist wichtig

Mittlerweile sind die psychischen Erkrankungen der Hauptgrund für eine Berufsunfähigkeit. Aus diesem Grund sichern auch die Beschäftigten immer mehr gegen dieses Risiko ab, doch es ist sehr wichtig, dass die Berufsunfähigkeitsabsicherung frühzeitig erfolgt, bevor sich die Symptome zeigen. Das Risiko einer eventuell eintretenden Berufsunfähigkeit darf auf keinen Fall unterschätzt werden, denn jeder vierte Beschäftigte wird vor Rentenbeginn berufsunfähig. Der Staat bietet in diesem Fall keine ausreichende finanzielle Hilfe. Die Finanzlücke, die dadurch entsteht, kann nur mit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung gefüllt werden.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist gefragt

Beide Krankenkassen, die TK und DAK, kommen in ihren Studien zu ähnlichen Ergebnissen. Baas, der Chef der TK erklärt im TK Depressionsatlas, dass der Trend der steigenden psychisch bedingten Fehlzeiten fortsetzt. Er ist der Meinung, dass nun die Unternehmen gefragt sind und mit einem guten betrieblichen Gesundheitsmanagement dazu betragen müssen, dass die Zunahme von psychischen Störungen verhindert wird. Diese Meinung vertritt ebenso Herbert Rebscher, der Vorstandsvorsitzende der DAK. Chronischer Stress ist ein großes Risiko für psychische Erkrankungen. Daher gehört die Prävention in den Fokus des Gesundheitsmanagements in den Unternehmen.

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Über Marco Mahling

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