Bitcoin-Artikelreihe Teil 10: Trading von Kryptowährungen

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So bin ich auch schon beim letzten Thema der Serie angekommen. Auf Blockchain basierende Finanzprodukte werden nicht nur als das verwendet, wofür sie geschaffen wurden – Coins als Zahlungsmittel zum Beispiel, oder Token als Sicherheitspfand für komplexe Transaktionen. Alle zählbaren Einheiten aus der Welt der Kryptowährungen wurden im Augenblick ihrer Entstehung zu veritablen und beliebten Spekulationsobjekten.

Welche Veränderungen kommen durch die neue Technologie auf die Trader zu?

Smartphone zum Trading von Bitcoins
Heutzutage können Bitcoin problemlos über das Smartphone getradet werden

Kein Bericht über Trading von Kryptowährungen darf es versäumen, die Kurssprünge des Bitcoin (BTC) wenigstens zu erwähnen. Also schreibe ich es kurz: Ein Trader, der zum richtigen Zeitpunkt kauft, und zum richtigen wieder verkauft, hätte allein im Verlauf des Jahres 2017 sein investiertes Geld durch den Kursverlauf des Bitcoin mehr als verfünfzehnfachen können. Mit einer einzigen Transaktion aus kaufen und verkaufen, versteht sich.

Dieses Auf und Ab hat sich zwar einigermaßen beruhigt, doch verglichen mit Aktien oder Wertpapieren sind die Kryptowährungen immer noch ganz oben bei der Volatilität. Für Spekulanten ist dies ganz natürlich ein Paradies, denn der geübte Trader nimmt aus jeder Bewegung einen Gewinn mit.

Für die tatsächliche Verwendung der Kryptowährungen als Zahlungsmittel ist dies ein großer Nachteil. Wer ein Gut gegen Bitcoin verkauft, wird immer einen Risikoaufschlag draufrechnen, aus Angst, der Kurs sackt gleich danach in den Keller. Und wer Bitcoin aus der Hand gibt, tut dies immer in der Furcht, eine unmittelbar danach beginnende Kursrallye zu versäumen.

Was wird noch gehandelt, außer Coins?

Ich habe in den vorangegangenen Artikeln Utility Tokens und Security Tokens beschrieben. Vor allem die Security Tokens sind beliebte Handelsobjekte und dabei ähnlich beliebt, wie Aktien. Sind durch ein ‚Initial Coin Offering‘ ausgeschüttete Utility Token weitgehend unreguliert und dadurch etlichen Betrugsvarianten ausgeliefert, erfüllen Security Token per se die Vorgaben der Börsenaufsicht.

Damit ist zwar noch nicht gesagt, dass Security Token frei gehandelt werden dürfen – das ist noch nicht der Fall. Doch der Weg dahin ist geebnet. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis ganz neue Indizes lanciert werden, die nur aus Security Token bestehen.

Was bedeutet diese Entwicklung für Unternehmen?

Schon jetzt werden Token häufig genutzt, um neues Kapital oder Seed-Kapital zu schaffen. Im Zuge der Entwicklung auf dem Gebiet Security-Token wird es bald Token geben, die dem Halter ein Mitspracherecht auf der Aktionärsversammlung verschaffen, und die entsprechend der Geschäftsentwicklung eine jährliche Dividende einbringen.

Die nahe Zukunft wird zeigen, inwieweit Unternehmen eigene Security-Token verwenden, um damit Bonuszahlungen an Mitarbeiter zu tätigen. Welche Möglichkeiten es gibt, daraus Mitarbeiterbindungs- oder sogar Steuerspar-Modelle zu basteln, ist noch nicht einmal im Ansatz ausgelotet.

Uns steht auf alle Fälle eine äußerst interessante, schon fast eine revolutionäre Entwicklung bevor. Also bleiben Sie dran, denn es wird spannend!

Ihr Marco Mahling

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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