Wissenswertes über die Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung, die in Deutschland normalerweise mit BHV abgekürzt wird, deckt das Haftpflichtrisiko von industriellen Unternehmen, Freiberuflern, Handwerkern und Gewerbetreibenden ab. Für diesen Personenkreis besteht teilweise die gesetzliche Pflicht zu einer Deckungsvorsorge.

Betriebshaftpflichtversicherung
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Was leistet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Mithilfe einer Betriebshaftpflichtversicherung wird sichergestellt, dass der Versicherungsnehmer von Ansprüchen dritter Personen auf Schadensersatz freigestellt wird. Die Prüfung erfasst, ob diese Ansprüche gerechtfertigt sind. Unbegründete Forderungen werden abgewehrt. Daher handelt es sich bei einer Betriebshaftpflichtversicherung um eine passive Rechtsschutzversicherung. Der Versicherer trägt die Kosten des Rechtsschutzes und der Prüfung. Der Versicherungsschutz wird nur aktiv, falls es sich um Schadensersatz handelt. Andere Konfliktsituationen wie Probleme beim Erfüllen von vertraglichen Verpflichtungen oder das Unterlassen von bestimmten Handlungen werden von dieser Versicherung nicht abgedeckt.

Was ist der Versicherungsumfang?

Neben der Trägergesellschaft oder dem Einzelunternehmer sind auch Personen mitversichert, die eine Niederlassung oder einen Betrieb leiten. Ebenfalls werden alle übrigen Mitarbeiter in der Versicherung berücksichtig, die für den Arbeitgeber bei der Ausübung einer spezifischen beruflichen Tätigkeit aktiv sind. Da die Haftungsrisiken der Mitarbeiter abgesichert werden, trägt der Versicherungsnehmer auch dem arbeitsrechtlichen Freistellungsanspruch Rechnung. Ansprüche der Versicherungsnehmer gegen Mitversicherte oder mehrere Mitversicherte untereinander sind nicht Gegenstand einer BHV. Handelt es sich um Freiberufler oder gewerbliche Subunternehmer, beschränken die verschiedenen Versicherer ihre Leistungspflicht regelmäßig auf die Haftpflicht des Geschäftsherrn. Die Haftpflicht des Vertreters oder Subunternehmers wird ausdrücklich ausgeschlossen. Falls nach Abschluss eines Versicherungsvertrags Risiken hinzukommen, sind sie vorläufig mithilfe einer Vorsorgeversicherung abgedeckt. Jedoch ist eine abschließende Einbeziehung erforderlich.

Einschlüsse und Ausschlüsse

Durch spezielle, branchenübliche Bedingungen sind die allgemeinen Haftpflicht-Bedingungen meistens zugunsten des Versicherungsnehmers abgeändert. Für Kunden des Betriebs ist es notwendig, Klauseln einzufügen. Es können im Ausland vorkommende Schäden oder in Gewahrsam befindliche Sachen wie beispielsweise Gebäudegrundstücken in den Klauseln eingeschlossen werden. Zugunsten der Versicherungsnehmer werden auch die Regelungen zu Tätigkeitsschäden abgeändert. Die Produktion in einem Betrieb umfasst einzelne Stufen und es gelten verschiedene Vereinbarungen zu einer Qualitätssicherung. Die handelsrechtlich gebotene Eingangskontrolle eines Abnehmers wird häufig auf einen Zulieferanten zurückverlagert. So sieht er sich einem erhöhten Haftungsrisiko ausgesetzt. Diese übergesetzlichen Haftungszusagen kann man mit einer Betriebshaftpflichtversicherung absichern. Jeder Betrieb hat einen individuellen Bedarf an einer spezifischen Absicherung. Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, vor dem Abschluss einer Versicherung eine professionelle Auskunft zu erhalten. Zahlreiche Versicherer bieten eine unverbindliche Beratung an. Man kann auch die Serviceleistungen von Kreditinstituten oder Versicherungsmaklern, die sich auf bestimmte Berufszweige spezialisiert haben, in Anspruch nehmen, um mehr über eine bestimmte BHV zu erfahren.
Reine Vermögensschäden und Erfüllungsansprüche sind wesentliche Ausschlüsse. Hierbei handelt es sich um Schäden, bei denen keine Personen verletzt oder getötet und auch keine Sachen vernichtet oder beschädigt werden.

Geeignete Betriebshaftpflichtversicherung – für bestimmte Berufsgruppen vorgeschrieben

Für einige Berufsgruppen ist eine Betriebshaftpflichtversicherung die Voraussetzung zu einer gewerblichen Zulassung. Bei diesen Berufsgruppen handelt es sich um freiberufliche Mediziner, Tierärzte, Bauingenieure, Architekten, Berufe mit rechts- und steuerberatender Tätigkeit wie Steuerberater, Rechtsanwalt, Notar und Wirtschaftsprüfer.
Das Unternehmen Hiscox bietet eine geeignete Betriebshaftpflichtversicherung an, die jeweils auf unterschiedliche Berufsgruppen und ihre Anforderungen an eine Versicherung zugeschnitten ist. Unternehmer haben die Möglichkeit, eine Betriebshaftpflichtversicherung auszuwählen, die speziell auf ihre Branche abgestimmt ist. Je nach Tätigkeit oder Branche unterscheiden sich die verschiedenen Leistungen eines Versicherers. Jede Betriebshaftpflichtversicherung deckt bestimmte Schäden an und bietet den Versicherungsnehmern einige Vorteile. Indem man auf die Seite https://www.hiscox.de/geschaeftskunden/betriebshaftpflichtversicherung/ klickt, erfährt man alle wichtigen Details zu den verschiedenen BHV dieses Unternehmens. Bei allen zusätzlichen Fragen zu den Leistungen kann man sich jederzeit an den freundlichen Kundenservice wenden.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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