Worauf man bei einer Auslandskrankenversicherung achten sollte

Krank im Urlaub, das muss man nicht haben. Aber schnell kann es passieren, vor allem, wenn Kinder mitreisen. Denn sie habenAuslandskrankenversicherung immer das glückliche Händchen und werden zu den unpassendsten Gelegenheiten krank. Daher ist eine Auslandskrankenversicherung nicht nur sinnvoll, sondern auch wichtig. Allerdings gibt es dabei immense Unterschiede, auf die geachtet werden muss.

Was zahlt die Auslandskrankenversicherung?

Die Auslandskrankenversicherung zahlt nur bei akuten Erkrankungen oder auch bei Krankheiten, die nicht vorhersehbar sind. Wer chronisch krank ist, sollte sich auf jeden Fall vorher mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen, um alles abzuklären. Dies gilt vor allem für Urlauber, die beispielsweise ein paar Wochen im Jahr Urlaub machen. Wer allerdings länger im Ausland bleibt, kommt nicht um eine private Auslandskrankenversicherung herum. Dabei ist es egal, ob man nur im Ausland überwintert oder mehrere Wochen am Stück einen Auslandsaufenthalt plant. Da, wie oben beschrieben nur Notfälle durch die heimische Krankenkasse abgedeckt sind.

Anders sieht es da schon bei Studenten aus. Wer ein Auslandssemester macht, benötigt eine spezielle Auslandskrankenversicherung für Studenten. Wer im europäischen Ausland ein Auslandssemester absolviert ist in der Regel über die Krankenkasse versichert. Allerdings werden bei dieser Auslandskrankenversicherung nur die Notfälle abgedeckt. Und auch nur dann, wenn ein Sozialabkommen besteht. Dies ist in diesen Ländern gegeben:

  • Diese Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern, Bulgarien, Rumänien und Kroatien) verfügen über das Sozialversicherungsabkommen.
  • Doch auch in Island, Liechtenstein und Norwegen (Staaten des europäischen Wirtschaftsraums) sowie der Schweiz gilt diese Regelung.
  • Weiterhin wurde ebenfalls mit Israel, Tunesien und der Türkei ein Sozialversicherungsabkommen getroffen.

Aus diesem Grund ist es ratsam, eine zusätzliche private Versicherung abzuschließen. Studenten, die beispielsweise in den USA ihr Auslandssemester absolvieren, müssen unbedingt eine private Krankenversicherung abschließen. Die hohen Behandlungskosten in den USA müssen daher durch eine spezielle Studenten-Auslandsversicherung abgeschlossen werden.

Auslandskrankenversicherung für den Urlaub

Wie oben schon beschrieben, sind Notfälle im europäischen Ausland durch die eigene Krankenkasse abgedeckt. Dennoch ist es ratsam, auch für den Urlaub, eine zusätzliche private Krankenversicherung fürs Ausland abzuschließen. Gerade bei der gesetzlichen Versicherung ist es so, dass man bei einem Arztbesuch oder auch bei einem Krankenhausaufenthalt in Vorkasse treten muss. Nicht so bei privaten Auslandskrankenversicherungen. Natürlich muss man auch hier in Vorkasse treten, allerdings erhält man das Geld hier sehr schnell wieder zurück. Bei der gesetzlichen Krankenkasse kann das schon Monate dauern! Man muss sich nur einmal vorstellen, dass eine Operation anfällt. In manchen Ländern kann das schon an die 10.000 Euro kosten und kaum einer hat so viel Geld mal eben auf der hohen Kante liegen. Und wenn, dann meist auf einem Festgeldkonto oder so, wo man aus dem Urlaub nicht wirklich auf das Geld zugreifen kann. Bei einer privaten Auslandskrankenversicherung ist dies kein Problem. Sobald Sie die Rechnung haben, wird das Geld umgehend überwiesen. Allerdings nicht bei allen Versicherungsunternehmen. Daher muss besonders auf die Bedingungen geachtet werden, wenn eine Krankenversicherung für das Ausland abgeschlossen wird.

Bei einer Auslandskrankenversicherung ist vor allem wichtig, die Bedingungen gut zu lesen. Außerdem kommt es darauf an, ob man nur einen Urlaub macht oder einen längeren Auslandsaufenthalt plant.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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